Die Schlanderser Gemeinde lud kürzlich zum Informationsabend „Wohnungen mit Preisbindung in Schlanders“ ein. Dabei wurde auf das geplante Projekt für preisgünstige Wohnungen im Marillenanger eingegangen. <BR /><BR />„Es handelt sich um eine neue Form des geförderten Wohnbaus“, erklärte Bürgermeister Dieter Pinggera zu Beginn der Veranstaltung. Es sei ein Modell, das in ganz Südtirol umgesetzt werden solle. Deshalb wurde vor einigen Jahren eine landesweite Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Eines der Mitglieder dieser Gruppe, Leonhard Resch von der Arche (KVW), stellte den Entwurf dazu in Schlanders vor. Dieser sieht ein Kondominium im Marillenanger vor, das 10 bis 15 Wohnungen beherbergen sollte. „Der Wohnbau der Zukunft“, beschrieb Pinggera das Bauvorhaben.<h3> 20 Prozent günstiger</h3>Mit dem neuen Wohnbau-Programm soll die Möglichkeit geschaffen werden, einfach und schnell preiswerte Wohnungen anbieten zu können. „Es sind Wohnungen mit Preisbindung“, erklärte Resch. Doch was bedeutet das konkret für die Wohnungen des neuen Kondominiums? Eine Wohnung solle mindestens 20 Prozent günstiger sein als vergleichbare Neubauwohnungen am Markt. Im Durchschnitt sollen 3550 Euro pro Quadratmeter (Konventionalfläche) nicht überschritten werden und der Kaufpreis für eine 3-Zimmer-Wohnung liege bei rund 300.000 Euro. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1040121_image" /></div> <BR /><BR />Das hänge aber auch von der Wohnungsgröße ab, denn diese sei noch nicht in Stein gemeißelt. Die Wohnungen werden nämlich nach Bedarf angepasst, beispielsweise wird jene einer 5-köpfigen Familie größer ausfallen als jene eines Alleinstehenden. Resch erläuterte außerdem, dass es einen Bauträger geben werde. <BR /><BR />„Die Interessenten sind wichtig“, betonte Bürgermeister Pinggera. Um abschätzen zu können, ob ein Grundinteresse am Bauprojekt besteht, gibt es den Fragebogen „Erhebung Bedarf“ (auf der Gemeinde-Webseite vorzufinden), den Interessierte bis zum 30. Juni ausfüllen und an die Arche im KVW mailen können. Viele, vor allem jüngere, Anwesende des Informationsabends zeigten bereits reges Interesse.<h3> Bau im Frühjahr 2025</h3>Ein Drittel des Wohnbaus werde konventioniert, 2 Drittel gefördert. Für beide werde jeweils eine Rangliste erstellt. Ansuchen können all jene, die in Schlanders wohnen oder arbeiten und eine Erstwohnung kaufen möchten. Nach der Erhebung des Fragebogens werden die finanziellen Voraussetzungen bzw. die Voraussetzungen für den Zugang zum geförderten/konventionierten Wohnbau der Ansuchenden geprüft.<BR /><BR />Pinggera geht davon aus, dass im Sommer die Durchführungsbestimmungen des Projekts genehmigt werden. Resch schätzt, dass im Spätherbst die Rangordnung für die Wohnungen feststehen und der Start des Baus im Frühjahr 2025 erfolgen werde.