Nachdem Leiter Reber Dienstagnachmittag den Tschigat bestiegen hatte, wollte er auf dem Wanderweg 7, der von den Spronser Seen zur Hochgangscharte führt, nach Hause zurückkehren. Er war gegen 18 Uhr zwischen dem Langsee, der auf 2377 Metern Meereshöhe liegt, und der Hochgangscharte unterwegs – etwa fünf Gehminuten von der Hochgangscharte entfernt. <BR /><BR />„Um diese Zeit war schon kein Mensch mehr in dieser Höhe anzutreffen, als ich mitten auf dem Steig auf einen Wanderer stieß, der seitlich mitten auf dem Weg lag. Ich versuchte den Mann zunächst an der Schulter zu schütteln, aber er zeigte leider keinerlei Reaktion mehr“, sagt Leiter Reber. Sofort suchte er eine Stelle mit Handyempfang und alarmierte über die Landesnotrufnummer 112 die Rettungskräfte. Doch für den Wanderer kam jede Hilfe zu spät. Bis der Notarzthubschrauber eingetroffen ist, sei einige Zeit vergangen. <BR /><BR />„In der Zwischenzeit habe ich dem Verstorbenen die Augen geschlossen und einen Rosenkranz gebetet. Mehr konnte ich leider nicht mehr tun“, sagt Leiter Reber. Die Notärztin konnte nur mehr den Tod des Mannes feststellen. <BR /><BR />Der Leichnam wurde geborgen und zu Tal geflogen. Der 45-jährige Mann aus Algund, der offensichtlich allein unterwegs gewesen war, sei eines natürlichen Todes gestorben, bestätigt die Bergrettung der Finanzpolizei.