„Die neuen Aussagen von Max Leitner haben das offenbar nötig gemacht“, erklärte Don Bussolino gestern den „Dolomiten“. Er streitet die Erpressungsvorwürfe Leitners weiterhin vehement ab. Die Kommunikation über Walkie-Talkie auch an jenem Nachmittag in Elvas bestätigte er aber.„Die Walkie-Talkies habe ich vor längerer Zeit gekauft“, sagte er. Und zwar eigens für Max Leitner. Dieser sei öfters bei ihm gewesen. „Immer wieder habe ich ihn auch allein gelassen. Also habe ich diese Geräte gekauft, sie haben eine Reichweite von zwei Kilometern“, sagt der Priester.Mit Leitner sei abgemacht gewesen, dass sie über die Walkie-Talkies in Kontakt blieben. „Und wenn er mir nicht antwortet, so war es vereinbart, hätte ich die Carabinieri verständigt“, sagt Don Bussolino.Die Geräte hätten sie auch mit nach Elvas genommen. „Bis 23.30 Uhr habe ich mit ihm geredet. Ich habe dauernd versucht, ihn dazu zu bringen, mit mir zurück nach Asti zu fahren“, sagt er.Leitner lüge, wenn er sage, er, Don Bussolino, habe ihn dauernd bedroht. Die Walkie-Talkies befinden sich jetzt nicht mehr in seinem Besitz, sagt Don Bussolino.„Bevor ich in Elvas losgefahren bin, habe ich das Walkie-Talkie seinem Bruder gegeben. Was sie dann damit gemacht haben, weiß ich nicht“, sagt der Priester.Er muss sich wegen der Fluchthilfe verantworten, zudem wurde auch ein Faszikel wegen des Erpressungsversuchs, den ihm Max Leitner zur Last legt, angelegt.Alle Akten hat Staatsanwalt Igor Secco am Dienstag an seine Kollegin in Asti geschickt. Die Ermittlungen gegen Leitner und gegen den Priester werden also in Asti zu Ende gebracht.Möglicherweise – sollte sich herausstellen, dass doch Bozen für einen Teil der Vorfälle zuständig ist – wird am Ende der Ermittlungen in Bozen noch einmal ermittelt.Max Leitner sitzt indes im Gefängnis von Trient. Es könnte sein, dass er erneut verhört wird.uli