Donnerstag, 18. Juni 2020

Letzte Schwester von JFK: Jean Kennedy Smith ist tot

Die letzte Schwester des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy ist tot. Am Mittwoch sei Jean Kennedy Smith im Alter von 92 Jahren in ihrer Wohnung in New York gestorben, sagte Tochter Kym Smith der „New York Times“ und mehreren anderen US-Medien.

Jean Kennedy Smith war unter anderem für ihre Wohltätigkeitsarbeit bekannt.
Jean Kennedy Smith war unter anderem für ihre Wohltätigkeitsarbeit bekannt. - Foto: © APA/getty
Tochter Amanda Hood bestätigte der „Washington Post“ den Tod. Angaben zur Ursache gab es am Donnerstag zunächst keine. Jean Kennedy Smith wurde 1928 in Boston geboren und war das Zweitjüngste von 9 Kindern der Familie.

Für Wohltätigkeitsarbeit bekannt

Von 1993 bis 1998 arbeitete sie 5 Jahre lang unter Bill Clinton als US-Botschafterin in Irland und wurde dort zu einer prominenten Figur im Friedensprozess in Nordirland. Die im Vergleich zu ihren Brüdern eher zurückgezogen lebende Kennedy Smith war außerdem für ihre Wohltätigkeitsarbeit bekannt. Unter anderem hatte sie ein Programm zur Kunstförderung von Behinderten gegründet.

2011 hatte sie von Präsident Barack Obama die „Presidential Medal of Freedom“ verliehen bekommen, die höchste Auszeichnung der US-Regierung für Zivilisten. 2016 hatte sie ihre Autobiografie veröffentlicht: „The Nine of Us – Growing Up Kennedy“ („Wir neun – Aufwachsen als Kennedy“). Sie hinterlässt laut „Washington Post“ 4 Kinder und 7 Enkelkinder.



Ihr Bruder John war bis zu seiner Ermordung in Dallas von 1961 bis 1963 der 35. Präsident der Vereinigten Staaten. Auch ein weiterer Bruder, Robert F. Kennedy („Bobby“) war ein aussichtsreicher Kandidat im Rennen um das Präsidentschaftsamt, als er 1968 während des Vorwahlschaftskampfs bei einem Attentat ermordet wurde. Die Kennedys gelten als eine der einflussreichsten Dynastien in Politik und Gesellschaft der USA.

dpa

Schlagwörter: