Donnerstag, 24. September 2020

Libanons Präsident: Beirut-Wiederaufbau nach Zonen

Einen guten Monat nach der verheerenden Explosion in Beirut hat Libanons Präsident Michel Aoun seinen Ruf nach internationaler Hilfe beim Wiederaufbau bekräftigt. Das größte Problem seien die zerstörten Stadtteile und Einrichtungen in der Hauptstadt. Es bestehe „enormer Bedarf“ an Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft, sagte Aoun am Mittwoch in seiner aufgezeichneten Video-Ansprache bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung.

Der Schaden liege bei 4,5 Milliarden Dollar, zudem würden 2 Milliarden für den Wiederaufbau benötigt.
Der Schaden liege bei 4,5 Milliarden Dollar, zudem würden 2 Milliarden für den Wiederaufbau benötigt. - Foto: © APA (AFP) / -
Eine Lösung dabei könne sein, das zerstörte Gebiet aufzuteilen. Jedes Land, das helfen wolle, könne dann eine bestimmte Fläche übernehmen und den Wiederaufbau direkt durchführen. Dabei seien 200.000 Häuser betroffen, 300.000 Menschen seien obdachlos geworden. Der Schaden liege bei 4,5 Milliarden Dollar, zudem würden 2 Milliarden für den Wiederaufbau benötigt.

In dem kleinen Mittelmeerland waren am 4. August durch eine gewaltige Detonation am Hafen der Hauptstadt Beirut mehr als 190 Menschen getötet und mehr als 6000 weitere verletzt worden ( STOL hat berichtet). Ausgelöst worden sein soll die Explosion durch große Mengen hochexplosiven Ammoniumnitrats. Vor etwa 2 Wochen brannte es im Hafen dann erneut – nach Armeeangaben war ein Lager für Öl und Reifen in Brand geraten.

Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie findet die 75. Generaldebatte der UN-Vollversammlung in diesem Jahr größtenteils virtuell statt. Die Vertreter aller 193 Mitgliedsstaaten – darunter weit mehr als 150 Staats- und Regierungschefs – sprechen nicht wie normalerweise im UN-Hauptquartier in New York, sondern per im Voraus aufgezeichneten Video-Reden.

apa/dpa