Besonders bedauerlich: Einige Querwerke zwischen Verona und Mori verhindern seit rund 100 Jahren den „Aufstieg“ von Aalen in der Etsch bis Südtirol. <BR /><BR />Licht und Schatten gibt es in Sachen „Fischtreppen“ in Südtirol. Während beispielsweise die Wildbachverbauung sehr konsequent Hindernisse in Gewässern in den vergangenen Jahren abgebaut habe, gebe es bei E-Werken noch einiges zu tun. Bei neuen Anlagen bzw. Konzessionserneuerungen seien solche Aufstiege, wo sie sinnvoll seien, schon in den Auflagen enthalten. Bei älteren Anlagen heißt es laut Festi: Warten auf eine Konzessionserneuerung. <BR /><BR />„Dabei wurde früher oftmals auch vergessen, dass Fische nicht nur Aufstiegshilfen brauchen, sondern auch Abstiegsmöglichkeiten“, erinnert er. Ganz oben auf der Wunschliste des Fischereiverbandes stünde dabei ein Fischaufstieg im Eisack bei Kollmann: „Damit wäre dann der Eisack von der Mündung bis nach Brixen für Fische wieder durchgängig.“ Auch für die Rienz beim Kniepass (St. Lorenzen) fehle eine solche Ausweichroute. <BR /><BR />„Gibt es solche nicht, können Populationen auf Dauer verschwinden bzw. genetisch verarmen, weil kein genetischer Austausch mehr möglich ist“, mahnt er. Aus Sicht des Verbandes besonders bedauerlich: „In der Ahr bei St. Georgen gibt es eine aufgelassene Fassung, die immer noch nicht abgebrochen wurde.“ Wäre diese weg, wäre die Ahr von Sand in Taufers bis zur Rienz wieder „fischgängig“. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1099713_image" /></div> <BR /><BR />Wo in Südtirol es Fischtreppen gibt (siehe Grafik), war Inhalt einer Anfrage des Freien Abgeordneten Andreas Leiter Reber. Dem stellen sich nun aber neue Fragen, die er von der Landesregierung beantwortet haben will: Besteht zum Schutz der aquatischen Lebensräume und Fischpopulationen in den Seitentälern der Etsch, wie dem Ultental, dem Martelltal und dem Schnalstal kein Bedarf an Fischtreppen? Und an welchen Flüssen und Bächen wären noch Hilfen nötig? „Wo solche Hilfen als notwendig erachtet werden, sollte die Umsetzung möglichst schnell erfolgen“, findet Leiter Reber.