Schmetterlinge im Bauch? Das Gefühlt kennt wohl jeder, nur hält es leider nicht ewig an. Beziehungen können aber auch aufrechterhalten werden, wenn der Alltagstrott eingezogen ist. Lesen Sie, welche Tipps eine Expertin dazu gibt.<BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="719870_image" /></div> <BR /><BR />„Herausforderungen in Paarbeziehungen sind eigentlich normal“, sagt Petra Pardeller. Die Psychologin arbeitet in der Familienberatung Vinschgau/Schlanders und kennt sich aus, was die Höhen und Tiefen menschlicher Beziehungen betrifft.<BR /><BR />Mit „Herausforderungen“ umschreibt sie jene Schwierigkeiten, die sich im Laufe der Zeit beim Zusammenleben entwickeln können: Haushalt, Geldprobleme, Kindererziehung, die Schwiegereltern... es gibt viele Tücken, die auf Paare lauern, die ihre Beziehung auf die Probe stellen – und sehr oft auch zum Scheitern bringen. Man könnte auch sagen: Der Alltag zieht ein, die Liebe zieht aus.<BR /><BR /><b>Schwangerschaft und Kind als Belastung</b><BR /><BR />Gerade mit einer Schwangerschaft und dem geborenen Kind begibt sich das Paar in eine neue Situation, sagt Pardeller. „Man ist plötzlich nicht mehr zu zweit, sondern zu dritt“. Das heißt, dass ein neuer Mensch in die bisherige Zweier-Beziehung tritt und seine Forderungen stellt. Damit umzugehen, überfordert viele Eltern. <BR /><BR />Weitere typische Situationen mit Konfliktpotenzial sind aber auch Krankheiten in der Familie, z. B. eines Elternteils, oder Probleme am Arbeitsplatz. Auch solche Momente belasten die Paarbeziehung sehr und führen oft zum Bruch.<BR /><BR />„Viele Betroffene möchten die Beziehung aber eigentlich retten“, erklärt die erfahrene Psychologin. Sie suchen sich daher Hilfe in den verschiedenen Anlaufstellen im Land, eine davon ist die Familienberatungsstelle Schlanders. Im Gespräch versuchen die Beteiligen, bestehende Konflikte offenzulegen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. <BR /><BR />Pardeller betont in diesem Zusammenhang nochmals, dass der Großteil der Hilfesuchenden auch tatsächlich bemüht ist, die oft seit vielen Jahren bestehende Beziehung doch noch irgendwie aufrecht zu erhalten. Oft wüssten die Betroffenen nur nicht, wie das geschehen kann – fachliche Beratung kann dann weiterhelfen.<BR /><BR /><b>Die gute Nachricht: Man kann etwas tun</b><BR /><BR />Ob Paare verheiratet sind oder nicht, ob sie Kinder haben oder nicht, ob sie gleich- oder verschiedengeschlechtlich sind: Sehr oft kann bei Problemen auch tatsächlich geholfen werden, fasst Petra Pardeller zusammen. Sie sagt auch, dass es heute zu mehr Trennungen kommt als zu früherer Zeit. Ein Grund dafür sind die veränderten bzw. gestiegenen Erwartungen an den Partner und die Partnerin oder an das Leben allgemein. Es gibt mehr Freiheiten in der modernen Lebensgestaltung, die man auch ausleben und nutzen möchte. <BR /><BR />Außerdem erwarten sich Frauen heute ein gewisses Maß an Gleichberechtigung auch in der Gestaltung der Paarbeziehung und sagen das klipp und klar, womit viele Männer nach wie vor überfordert sind. Aber auch daran könne man arbeiten, sagt Petra Pardeller und fordert dazu auf, sich auch zu getrauen, im Notfall fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Beratungsstelle arbeitet vertraulich und es ist heute absolut kein Beinbruch mehr, sich in einer angespannten Lage von externer Seite helfen zu lassen.<BR /><BR /><b>Liebe zum Nulltarif ist so gut wie ausgeschlossen</b><BR /><BR />Gibt es Tipps, um Beziehungen auch über schwierige Momente hinweg zu retten? Oder damit es gar nicht soweit kommt, in einer schwierigen Lage zu stecken?<BR /><BR />Die Psychologin gibt allgemein den Ratschlag, Beziehungen zu pflegen. Nichts ist selbstverständlich, schon gar nicht eine gute Partnerschaft, sagt sie. Man sollte nicht ohne weiteres denken: „Wir sind eh glücklich, es ist eh alles in Ordnung“. Es könnten nämlich durchaus Probleme im Entstehen sein, die man auf diese Weise übersieht. Wichtig sei also, die Augen und Ohren offenzuhalten für die Wünsche des Partners bzw. der Partnerin. „So kriegt man auch schnell mit, wenn es dem Gegenüber nicht gutgeht oder er bzw. sie sich etwas wünscht“. <BR /><BR />Man muss aber auch die eigenen Wünsche und Interessen im Blick behalten. Wenn es einem selbst gut geht, kann man sich auch gut in die Beziehung einbringen. „Geht es mir gut?“ ist somit eine zentrale Fragestellung, sagt Pardeller. Nur wenn es den Beteiligten jeweils selbst gut geht, kann die Beziehung zwischen den beiden auch gut sein.<BR /><b><BR />Einfache Tipps: Reden, zuhören, fragen und sich Zeit nehmen<BR /></b><BR />„Man muss sich mitteilen, Fragen stellen, Interesse zeigen, gemeinsam etwas unternehmen“, zählt Pardeller zusammenfassend einige Punkte auf. Eine gute und wechselseitige Kommunikation zwischen den Partnern sei mithin eine der großen Säulen einer Beziehung – ohne Kommunikation bricht diese Säule schnell in sich zusammen. <BR /><BR /><BR />