Wie geht es auf dem Watles weiter? Diese Frage stellten sich noch im Frühjahr die Mitglieder der Ferienregion Obervinschgau bei einer Sitzung. Es gab offene Fragen rund um die Finanzierung eines strategisch wichtigen Großprojektes... diese Fragen sind jetzt geklärt.<BR /><BR /><BR />Die Betriebsbewilligung für den Zubringerlift in Richtung Plantapatschhütte auf dem Watles läuft im Frühjahr 2026 aus. Dann muss die Liftanlage ausgetauscht werden, was nun finanziell abgesichert ist, wie Ronald Patscheider erklärt. Er ist der Präsident der Touristik & Freizeit GmbH, welche die Lift- und Pistenanlagen betreibt, und ist sehr zufrieden, dass es gelungen ist, diese Finanzierung sicherzustellen. <BR /><BR />Noch vor wenigen Monaten musste Patscheider bei einer Sitzung der Ferienregion Obervinschgau – sie hält die Mehrheit an der Touristik & Freizeit – die schlechte Nachricht überbringen, dass man bei der Geldbeschaffung auf Probleme gestoßen war.<BR /><BR />Der Neubau der Zehner-Kabinenbahn wird rund 15 Millionen Euro kosten, inklusive Mehrwertsteuer. Davon kommen nun sieben Millionen Euro vom Land, vier Millionen Euro werden über die Gemeinde Mals beigesteuert. Der Rest wird über die Ferienregion bzw. über die Ortstaxe und über Eigenmittel aufgebracht, wobei sich diese Finanzierungen über mehrere Jahre erstrecken.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1249176_image" /></div> <BR />Ronald Patscheider erklärt, dass auch der Zeitplan feststeht. Ab 23. März 2026 sei der Abbau des aktuellen Liftes geplant, dieser wird über ein spezialisiertes Unternehmen weiterverkauft. Es gebe einen eigenen weltweiten Markt für Liftanlagen, die in die Jahre gekommen sind. <BR />Der Abbau kostet mehrere 100.000 Euro, diese Spesen sollen über den Verkauf hereinkommen. Erschwert werde der Ablauf durch den Umstand, dass alle Ausschreibungen nach öffentlichen und damit sehr aufwendigen Kriterien abzuwickeln seien.<h3> Nur dank Zusammenarbeit möglich</h3> Ronald Patscheider betont, dass die Zusammenarbeit der beteiligten Parteien sehr gut gewesen sei. Ein großer Dank gehe an die Landesregierung und an die Gemeinde unter Bürgermeister Josef Thurner, aber auch an die Ferienregion und deren Mitglieder. Immerhin haben rund zehn Beherbergungsbetriebe nochmals tiefer in die Tasche gegriffen und eine Vorfinanzierung von einer Million Euro zusammengekratzt. Das war eine Bedingung des Bankenpools, über welchen die Darlehen des Liftbaues laufen werden. Damit wird eine zusätzliche Garantie gewährt, wie auch im Beitragsbeschluss der Landesregierung erklärt wird. <BR /><BR />Dort wird auch betont, dass der Liftneubau wichtig ist für das gesamte Gebiet und dessen Wirtschaft. „Nachdem die obere Sesselbahn Watleslift und der Schlepplift Tschunggai im Sommer 2024 revisioniert wurden, wären nach der Erneuerung des Prämajurliftes die bestehenden Anlagen in einem Zustand, der einen Bestand und Betrieb für die nächsten 20 Jahre sichert“, ist im Beschluss zu lesen. <h3> Weitere Schritte sind gefragt</h3>Dort steht aber noch etwas, nämlich, dass mit der Lifterneuerung 2026 nicht Schluss sein könne. „Danach können und müssen weitere Maßnahmen angegangen werden, um den langfristigen wirtschaftlichen Bestand des Gebietes zu sichern.“ Konkret könne dies ein Zusammenschluss mit dem Skigebiet Haider Alm-Schöneben sein oder ein direkter Anschluss an die Vinschger Bahn bzw. den Bahnhof in Mals. Ronald Patscheider ist sich dessen bewusst und sagt, dass dies nun auch ein Auftrag sei, der mit der Finanzierung zusammenhänge. Dabei sei jeder eingeladen, sich über die Zukunft am Sommer- und Winterberg Watles Gedanken zu machen. „Ideen sind willkommen“, bringt er die Sache auf den Punkt.