Die Initiativgruppe Nosc Cunfin hat sich am Freitag gemeinsam mit Vertretern von Lia per Natura y Usanzes, Lia da Mont, Alpenverein AVS, CAI Alto Adige, Heimatpflegeverband HPV, Dachverband DNU und Mountain Wilderness mit Landesrat Brunner, dem Amtsdirektor für Naturparke Leo Hilpold und Ressortdirektor Alexander Gruber zum Thema Unterschutzstellung der Langkofelgruppe und dem umliegenden Gebiet mit den beiden Naturdenkmälern Cunfin-Böden und Steinerne Stadt getroffen.<h3>Umweltverbände fordern Ruhezone unter Langkofel</h3>Bei dem Treffen wurden mehrere Möglichkeiten einer Unterschutzstellung thematisiert und ein weiterer Vorschlag von Nosc Cunfin einer Naturparkerweiterung für die Langkofelgruppe mit dem umliegenden intakten Gebiet vorgebracht. Weiters wurde die Möglichkeiten einer Ausweisung dieses Gebietes als Natura 2000 besprochen. <BR /><BR />„Die Ausweisung einer Art ,Ruhezone' mit Verzicht auf touristische Erschließung um die Langkofelgruppe würde ein wertvolles Naturgebiet mit wenig Bewegung schützen, was auch den umliegenden übersättigten Tourismusgebieten des Grödner Tales und der Seiser Alm zugutekommen würde“, heißt es in einer Aussendung von Nosc Cunfin. Laut einer Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde von vergangenem November handelt es sich um ein wertvolles Gebiet, in dem es wenig menschliche Bewegung gibt und deshalb besondere Arten in Flora und Fauna vorkommen, wie der Frauenschuh und das Auerhuhn.<BR /><BR />Wie geht es nun weiter? „Die partizipativen Prozesse müssen zuerst abgeschlossen sein. Dann erst werden unsere Ämter die Verfahren für eine Unterschutzstellung umsetzen. Die Gemeindeentwicklungspläne müssen nach den Wahlen zum Abschluss kommen, inzwischen wird es von mir und von den Ämtern keine Schritte geben, die ein Verbindungsprojekt Monte Pana-Saltria unterstützen“, unterstrich Landesrat Brunner bei der Aussprache. Dazu gibt es auch einen Beschluss des Langtages vom 14. September 2023, der vorsieht, dass erst danach eine Diskussion über eine Unterschutzstellung möglich ist. <h3>Verbindungslift hat wenig Freunde in Landesregierung</h3>Große Befürworter scheint die Liftverbindung in Bozen aber nicht zu haben. Dazu Peter Brunner: „Ich gehe davon aus, dass ein solches Projekt in der Landesregierung keine Mehrheit finden würde; das wird auch im Skipistenplan keinen Niederschlag finden. Ich bin der Meinung, dass so eine neue Verbindung zwischen Monte Pana und Saltria auf der Seiser Alm nicht mehr zeitgemäß ist.“<BR /><BR />Zu dem brisanten Thema wurden bis Anfang Dezember 2024 rund 1600 Einwände von Bürgern in den Gemeinden Kastelruth und St. Christina abgegeben: 95 Prozent davon sprachen sich gegen eine neue Verbindung aus.<BR /><BR />Am morgigen Mittwoch um 20 Uhr wird der Gemeinderat von St. Christina über eine neue Verbindung zwischen Monte Pana und Saltria abstimmen.