2025 kamen bei Trenitalia 13,11 Prozent und bei der SAD 14,60 Prozent aller Fahrten mehr als fünf Minuten zu spät. Hauptgrund ist der eingleisige Abschnitt zwischen Sigmundskron und Gargazon, wo sich Züge jede halbe Stunde kreuzen. Schon eine Verspätung von drei Minuten lässt sich nicht mehr aufholen. Künftig werde man dies auch auf der Vinschgerbahn spüren. Sobald die Elektrifizierung abgeschlossen ist, entfällt der Umstieg in Meran. „Die Zuverlässigkeit im Vinschgau hängt damit direkt von der Infrastruktur zwischen Meran und Bozen ab“, so die Grünen. Daran werde auch der für 2028 geplante neue Virgltunnel wenig ändern.<BR /><BR /> In einem Tagesordnungspunkt zum Nachtragshaushalt fordern die Grünen heute deshalb ein eigenes, schneller umsetzbares Baulos im Abschnitt Sigmundskron-Siebeneich. „Verspätungen würden sich nicht mehr summieren. Die ganze Linie wäre pünktlicher. Wir wollen nicht noch zehn Jahre warten“, so die Grünen. Landesrat Alfreider habe den Vorschlag „auf Basis des Machbarkeitsprojektes“ als bewertbar bezeichnet. „Wir sind da, um zu stupsen“, sagt Madeleine Rohrer.<BR /><BR />Abwartend gibt sich Landesrat Alfreider. Tagesordnungspunkte seien immer Gegenstand von Verhandlungen. Nehmen die Mehrheiten einen an, erwarte man sich den Rückzug anderer. Allemal freue er sich über die Unterstützung der Grünen für den Bahnausbau. Der erste Schritt zur schnelleren Linie Bozen-Meran sei mit dem Virgltunnel trotz Sorgen mit der Baufirma gesetzt.