Montag, 16. März 2020

Achammer: „Haltet euch weiterhin an die Vorsichtsmaßnahmen“

„Bitte haltet euch weiterhin, so wie am vergangenen Wochenende, an die Vorsichtsmaßnahmen“, betonte Landesrat Philipp Achammer zu Beginn seiner Stellungnahme. Zudem wies Achammer via Facebook auf das staatliche Dekret in Sachen Finanzhilfen hin und ging auf einige Fragen ein, die vor allem Südtiroler Studierende in Österreich betreffen.

Philipp Achammer meldete sich auch am Montag via Facebook zu Wort.
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Philipp Achammer meldete sich auch am Montag via Facebook zu Wort. - Foto: © Screenshot Video/Facebook
Etwas später als geplant begann am Montag die Facebook Stellungnahme von Philipp Achammer. Dies deshalb, da nur kurz zuvor ein wichtiges staatliches Dekret in Sachen Finanzhilfen beschlossen worden war. Am Nachmittag hat die italienische Regierung Soforthilfemaßnahmen in Höhe von 25 Milliarden Euro genehmigt (siehe eigenen Bericht). Neben dem März-Dekret sei hierbei auch ein Dekret im April geplant.

Die Maßnahmen beinhalten unter anderem Unterstützung für Betriebe und Familien, wie der Landesrat am Ende seines Statements erklärte. Die Lohnausgleichkasse werde demnach um 5 Milliarden erhöht. Darlehenszahlungen für die Erstwohnungen können unter gewissen Umständen, wie Arbeitsverlust durch die Coronavirus-Krise, bis zu 18 Monate aufgeschoben werden.

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Vor allem aber rief Achammer in seinem Statement einmal mehr dazu auf, sich an die Vorbeuge-Maßnahmen zu halten. In der Lombardei stünden die Krankenhäuser bereits vor dem Kollaps, „bei uns sind sie an der Grenze“, so Achammer. Man müsse alles dafür tun, damit die Situation unter Kontrolle bleibt.

Südtiroler dürfen in Österreich bleiben

Da mittlerweile auch Österreich rigorose Maßnahmen gesetzt hat, sei es in den vergangenen Tagen vermehrt zu Fragen gekommen, was dies für Südtiroler Studenten bedeute. So habe das Bundesland Tirol entschieden, dass all jene, die nicht über einen Haupt- oder Zweitwohnsitz im Bundesland verfügen, dieses verlassen müssen. Dies dürfte Südtiroler Studenten aber nicht betreffen, „da diese in der Regel über einen Wohnsitz in Österreich verfügen müssten“, stellte Achammer klar.

Auch was die Zweitwohnsitze in Südtirol betreffe, gebe es viele Unsicherheiten. Südtiroler Heimatferne, die ihren Hauptwohnsitz im Ausland haben, aber über einen Zweitwohnsitz in Südtirol verfügen, können sich demnach in Südtirol aufhalten.

Einschränkungen im Nahverkehr

Der Landesrat wies auch auf die weiteren Einschränkungen im Nahverkehr hin. „Es sind sehr viele Busse und Züge leer unterwegs im Moment“, betonte Achammer. Ab Mitte der Woche werde nur mehr ein Minimaldienst garantiert. Dieses reduzierte Angebot solle ausschließlich für jene da sein, „die jetzt zwingend und aus notwendigen Gründen darauf angewiesen sind“.

Was die Arbeit auf Baustellen betreffe, betonte der Landesrat: „Es darf nicht Sinn und Zweck sein, dass neue Baustellen eröffnet werden“. Es dürfen demnach nur dringende Arbeiten auf Baustellen fertig gestellt werden – mit maximal 5 Personen vor Ort. Auch dabei gilt es stets den Sicherheitsabstand von einem Meter einzuhalten.

Fabriken seien zwar nach wie vor geöffnet, aber unter rigorosen Sicherheitsvorschriften, die eingehalten werden müssen.

am

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