Freitag, 05. Oktober 2018

Lkw fängt im Gleinalmtunnel Feuer: 81 Personen gerettet

Durch den Brand eines Lkw im steirischen Gleinalmtunnel ist die Pyhrnautobahn (A9) in diesem Bereich in beide Fahrtrichtungen gesperrt worden. Mittlerweile befinden sich keine Personen mehr im Tunnel. Zwei der Geretteten kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus, der Rest wurde laut Asfinag an Ort und Stelle vom Kriseninterventionsteam betreut.

Nach ersten Ermittlungen handelte es sich um rund 50 Personen, die aus der verqualmten Röhre flüchten konnten. (Symbolbild)
Nach ersten Ermittlungen handelte es sich um rund 50 Personen, die aus der verqualmten Röhre flüchten konnten. (Symbolbild) - Foto: © shutterstock

Nach einem Lkw-Brand am Freitag bleibt der 8,3 Kilometer lange steirische Gleinalmtunnel bis auf Weiteres gesperrt. Nach Angaben der Asfinag müssten erst mögliche Bauschäden untersucht werden, bevor die A9, die Pyhrnautobahn, wieder freigegeben werden kann. Das Rote Kreuz hatte am Nord- und am Südportal Einsatzstellen errichtet, um die 81 Personen, die im Tunnel waren, zu versorgen.

Der Brandalarm wurde gegen 13 Uhr ausgelöst. Der Lenker des Schwertransportes, der in Richtung Linz unterwegs war, versuchte zunächst, sein Fahrzeug selbst zu löschen. Als ihm das nicht gelang, flüchtete er – ebenso wie zahlreiche andere Personen – durch einen Fluchtschacht, der in die alte Tunnelröhre führt. Die zweite Röhre, die 1978 eröffnet wurde, wird seit der Freigabe der zweiten Röhre 2017 saniert und ist daher frei von Verkehr.

Das Rote Kreuz errichtete zwei Einsatzleitstellen, da sowohl am Nord- als auch am Südportal Menschen zu versorgen waren. 53 Personen gelangten im Norden ins Freie, sie wurden von Bundesheerfahrzeugen in die Kaserne St. Michael gebracht und dort unter anderem vom Kriseninterventionsteam betreut.

Im Süden gelangten 28 Personen ins Freie, drei wurden leicht verletzt. „Zwei Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht, eine hat einen Revers unterschrieben und ist nicht ins Krankenhaus gefahren“, schilderte August Bäck vom Roten Kreuz, das mit 17 Fahrzeugen und über 50 Helfern im Einsatz war.

apa

stol