Sonntag, 13. Dezember 2020

„Lockdown“ und „Shutdown“ – was steckt hinter den Begriffen?

Die Begriffe „Lockdown“ und „Shutdown“ werden seit Monaten verwendet, wenn es um die Frage geht, wie stark das öffentliche Leben im Kampf gegen das Coronavirus heruntergefahren wird. Doch was steckt hinter diesen Begriffen?

Die Begriffe „Lockdown“ und „Shutdown“ zählen seit 2020 zu unserem Wortschatz.
Die Begriffe „Lockdown“ und „Shutdown“ zählen seit 2020 zu unserem Wortschatz. - Foto: © shutterstock
Genau genommen steht das englische „Lockdown“ für eine Situation, in der Gebäude oder Gegenden nicht betreten oder verlassen werden dürfen, so das Cambridge Dictionary. „Shutdown“ definiert das Wörterbuch als Situation, in der ein Unternehmen (vorübergehend) seinen Betrieb einstellt.

Der Duden beschreibt „Lockdown“ als Ausgangssperre oder Abriegelung. Zurzeit werden die Wörter häufig synonym genutzt. Abgeriegelt – wie beim eigentlichen „Lockdown“ – ist aber nichts.

Sprachwissenschaftler sehen darin schlicht eine Begriffserweiterung. Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache etwa definiert „Lockdown“ in diesem Zusammenhang als „Zeitraum, in dem fast alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten auf politische Anordnung hin stillgelegt sind (z.B. zum Infektionsschutz)“.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach am 20. April erstmals öffentlich vom „Shutdown“: „Ich glaube, uns eint alle (...), dass es keinen erneuten allgemeinen Shutdown geben wird.“ Die Situation damals: Ab Mitte März war das öffentliche Leben in Deutschland wegen der Corona-Pandemie weitgehend lahmgelegt.

dpa