Montag, 28. März 2022

Lockerungen trotz steigender Zahlen: Das sagt Florian Zerzer

Italien und Südtirol lockern: Der Corona-Notstand endet am 31. März, ab 1. April gelten neue, weniger scharfe Maßnahmen in vielen Bereichen. Ist dies angesichts der steigenden Virus-Zahlen jetzt sinnvoll?

Weitere Corona-Lockerungen treten in Kraft. - Foto: © shutterstock

Von:
Michael Andres
Der Super Green Pass gehört ab Anfang April in vielen Bereichen der Vergangenheit an, die Quarantäne-Regeln werden auch für Umgeimpfte wesentlich gelockert: Nach Ende des Covid-19-Notstands gelten weniger einschränkende Maßnahmen (einen Überblick dazu gibt es hier) – trotz steigender Infektionszahlen.

„Die Lockerungen wurden mit Augenmaß gemacht. Man schmeißt ja nicht alle Vorsichtsmaßnahmen über Bord“, erklärt der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Florian Zerzer. Zum Beispiel die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und das Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr bleibe sinnvollerweise aufrecht.

Zerzer warnt aber auch: „Die Zahlen sind derzeit so, dass man nicht davon ausgehen kann, dass alles vorbei ist“. Jedoch könne man glücklicherweise momentan nicht mehr von einer dramatischen Pandemie sprechen. Es gebe zwar nach wie vor viele Neuinfektionen, schwere Verläufe bei den neuen Varianten seien aber selten.

„Die Krankenhäuser stehen zwar nicht mehr unter pandemischem Druck, jedoch ist die Belastung nach wie vor groß“.
Florian Zerzer, Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes


„Die Krankenhäuser stehen zwar nicht mehr unter pandemischem Druck, jedoch ist die Belastung nach wie vor groß“, so Zerzer. Dies hänge vor allem damit zusammen, dass viele aufgeschobene Operationen und dergleichen nun gemacht werden müssen, zudem seien auch nach wie vor einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sanitätsbetrieb suspendiert.

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