Dienstag, 14. April 2020

Löscherfolge bei Bränden in Tschernobyl-Zone

Die Feuerwehr in der Ukraine hat nach Behördenangaben 1. Löscherfolge bei den Bränden in der radioaktiv belasteten Sperrzone um das Atomkraftwerk Tschernobyl erzielt. „Es gibt kein offenes Feuer“, teilte der Katastrophenschutz in Kiew am Dienstag mit.

Die Feuer in Tschernobyl scheinen nach 10 Tage unter Kontrolle.
Die Feuer in Tschernobyl scheinen nach 10 Tage unter Kontrolle. - Foto: © APA/afp / VOLODYMYR SHUVAYEV
Es würden vereinzelte Glutherde beobachtet. Unterstützt von Hubschraubern und Flugzeugen seien mehr als 400 Feuerwehrleute im Einsatz. Mit schwerer Technik hätten Ingenieure insgesamt 110 Kilometer Brandschneisen gegraben. In der Nacht zum Dienstag hätten auch Regenfälle die Löscharbeiten begünstigt, hieß es. Die Brände gibt es seit über 10 Tagen.

In der Hauptstadt Kiew war am Morgen ein beißender Rauchgeruch zu spüren. Behörden zufolge gab es durch die seit 10Tagen währenden Brände erhöhte Werte des radioaktiven Stoffs Cäsium-137 in Kiew. Sie seien jedoch unterhalb der Grenzwerte geblieben, hieß es.

In den vergangenen Jahren kam es mehrfach zu Feuern in den unbesiedelten Gebieten der Zone. Als Ursache wurde immer wieder Brandstiftung vermutet. Zuletzt hatte die Polizei einen 27-Jährigen festgenommen, der einen Brand gelegt haben soll.



dpa

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