Bei der Veranstaltung „Lokal produzieren für unsere Mensen: Vergabe und Einkauf. A gmahnte Wies?“ vor wenigen Tagen wurden unter anderem Vorträge und Diskussionen zu dem Thema angeboten.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1049532_image" /></div> <BR />Millionen von Mittagessen werden in Südtirols Mensen angeboten, betonte die Moderatorin der Diskussionsrunde, Evi Keifl. „Diese Abertausenden von Essen haben großes Potenzial, eine klimagerechte Entwicklung anzuschieben“, sagte Keifl. Ernährung mache in Europa ein Drittel der gesamten Umweltbelastung von Konsum und Produktion aus. Mensen lokal, saisonal und biologisch zu versorgen sei daher vorteilhaft. <BR /><BR /><Fett>Lokal und biologisch</Fett> <Fett>im Malser Seniorenheim</Fett><BR /><BR />Das Seniorenheim Martinsheim in Mals beziehe beispielsweise lokale Produkte. Auch biologische Lebensmittel kommen auf den Teller, nicht nur für die Senioren, sondern auch für Schüler und öffentliche Angestellte, welche die Heimmensa besuchen. Richtlinien für die Beschaffung der Lebensmittel werden dabei von der Malser Gemeinde vorgegeben, erklärte Heimpräsidentin Anita Tscholl. Eine Herausforderung sei jedoch, dass die Lebensmittel teurer geworden sind. Um den Lebensmittelverkauf bzw. ihren Vertrieb zu fördern, betrachtete sie Zusammenschlüsse der Bauern als hilfreich. <BR /><BR /><Fett>Südtirol hat Aufholbedarf</Fett><BR /><BR />Ivonne Daurù betonte, dass sie als Ernährungsexpertin besonders auf Faktoren wie gesund, regional, biologisch, saisonal, ressourcenschonend und traditionell, das heißt die Esskultur bewahrend, Wert lege. In Sachen biologisch sei Südtirol im Vergleich zum restlichen Italien aber im Rückstand. Heidi Altstätter, Köchin in der Schulmensa Schlanders, sagte, dass biologische und lokale Produkte immer willkommen seien. <BR /><BR />Heike Mayr vom Südtiroler Bauernbund erläuterte den rechtlichen Rahmen und die Funktionsweise der Vergabeportale für die Bauern. Elternvertreter Stefan De March betonte, dass das Essen in den Mensen leistbar bleiben solle. <BR /><BR />Obmann Thomas Oberhofer von der Genossenschaft VI.P bekräftigte, dass für den Apfel der regionale Markt relativ unbedeutend sei. Eine besondere Herausforderung für jene Bauern, welche lokal verkaufen, sei die Logistik, weshalb er Kooperationen hier als vorteilhaft sehe.<BR /><BR /><Fett>100 Prozent biologisch in Turin</Fett><BR /><BR /> Peter Defranceschi, der Direktor von ICLEI Brüssel, erläuterte die positiven Entwicklungen der Südtiroler Gemeinschaftsverpflegung und Alberto Ritucci, Verantwortlicher für Schulverpflegung und Ernährungsbildung, stellte die Ernährung in den Schulkantinen der Stadt Turin mit 100 Prozent biologischen und großteils lokalen Lebensmitteln vor.