Montag, 30. Oktober 2017

Lombardei und Piemont kämpfen weiterhin gegen Waldbrände

In Norditalien haben auch am Montag schwere Waldbrände gewütet. In mehreren Teilen des Piemonts standen immer noch Hunderte Feuerwehrleute im Einsatz.

Die Feuerwehrmänner im Piemont und der Lombardei kämpfen weiter gegen die Feuer.
Die Feuerwehrmänner im Piemont und der Lombardei kämpfen weiter gegen die Feuer. - Foto: © LaPresse

Die Region Lombardei rief unterdessen den Notstand wegen der Feuer aus, die in mehreren Provinzen – vor allem im Raum von Varese, Como, Brescia und Pavia – ausgebrochen waren.

Die Flammen breiteten sich wegen der seit Monaten andauernden Trockenheit und starkem Wind mit großer Geschwindigkeit aus. Der italienische Innenminister Marco Minniti erklärte, dass Brände absichtlich gelegt wurden. „Wir haben Beweise in diese Richtung gesammelt“, sagte Minniti. Er rief die Bürger auf, Brandstifter zu melden.

Ein 15-Jähriger wurde in der piemontesischen Provinz Biella von der Polizei erwischt, als er in einem Wald Feuer legte. Der Jugendliche rechtfertigte sich, er wollte lediglich den Einsatz der Feuerwehrleute beobachten, berichteten italienische Medien.

Am stärksten betroffen war das piemontesische Susatal westlich von Turin, wo die von starken Winden angefachten Flammen immer näher an Wohngebiete rückten. Rund 200 Bewohner eines Seniorenheims wurden in Sicherheit gebracht. Medienberichten zufolge mussten inzwischen 1.000 Menschen ihre Häuser verlassen.

Nach Angaben des Bauernverbandes Coldiretti wird es 15 Jahre dauern, bis die zerstörten Wälder wieder nachwachsen. In diesem Jahr wurden bereits 140.000 Hektar Wald durch Brände vernichtet. Das ist mehr als die dreifache Fläche des vergangenen Jahres.

apa

stol