Donnerstag, 04. März 2021

Lombardei verschärft Anti-Covid-Maßnahmen bis zum 14. März

Aus Angst vor einer Ausbreitung hochansteckender Varianten des Coronavirus hat die norditalienische Region Lombardei am Donnerstag eine Verschärfung der Anti-Covid-Maßnahmen bis zum 14. März beschlossen. Die Verschärfungen treten am Freitag in Kraft, wie die Regionalbehörden mitteilten.

Bars, Restaurants und die meisten Geschäfte in der Lombardei sperren zu.  (Symbolbild)
Bars, Restaurants und die meisten Geschäfte in der Lombardei sperren zu. (Symbolbild) - Foto: © Shutterstock / shutterstock
Das öffentliche Leben wird damit sehr stark eingeschränkt. Bars, Restaurants und die meisten Geschäfte sperren zu. Die Menschen dürfen nicht mehr im öffentlichen Raum essen oder trinken und sollen ihre Häuser nur noch für notwendige Dinge, wie etwa Einkaufen oder Arztbesuche verlassen. Alle Schüler müssen wieder über das Internet von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen. Geschlossen sind auch Kindergärten und Spielplätze. Zu Ferienwohnungen darf man nicht fahren.

Mehrere Fälle sowohl der britischen als auch der südafrikanischen Variante des Coronavirus seien festgestellt worden, hieß es in einer Mitteilung der lombardischen Behörden. In der Lombardei und Venetien hatte die erste große Corona-Welle in Italien vor gut einem Jahr ihren Ausgang genommen. Deshalb beobachten viele mit Sorge, dass derzeit die Zahl der Neuansteckungen alleine in der wirtschaftsstarken Lombardei wieder stark zunimmt.

Besorgniserregende Lage auch in Kampanien


Die stark ansteckende englische Variante wurde in 54 Prozent der getesteten Fällen in Italien gemeldet. Besorgniserregend sei auch die Lage in der süditalienischen Region Kampanien mit der Hauptstadt Neapel, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Laut dem neapolitanischen Bürgermeister Luigi de Magistris sei es angesichts der zunehmenden Infektionszahlen unvermeidbar, dass Kampanien ab Freitag zur roten Region mit Lockdown erklärt werde.

In Italien steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Tagen deutlich an. Das Land drückt auf das Gaspedal, um sich bei der Produktion von Impfstoffen selbstständig zu machen. Italien könnte im Herbst mit der Eigenproduktion von Impfstoffen beginnen, bestätigte Industrieminister Giancarlo Giorgetti am Donnerstag. Über 4,5 Millionen Italiener erhielten bisher zumindest die erste Dose Impfstoff. Immunisiert wurden eine Million Senioren über 80 Jahren.

apa