Mittwoch, 09. Dezember 2020

Lombardei wird wieder zur gelben Zone herabgestuft

In vielen Teilen Italiens hat sich die Corona-Situation allmählich verbessert und der Druck auf die Krankenhäuser ist zurückgegangen. Ab Sonntag wird die Lombardei, die von der Epidemie am stärksten betroffene Region des Landes, zur gelben Zone herabgestuft, kündigte der lombardische Präsident Attilio Fontana am Mittwoch an.

Lokale dürfen also auch in Mailand wieder bis 18 Uhr geöffnet bleiben.
Lokale dürfen also auch in Mailand wieder bis 18 Uhr geöffnet bleiben. - Foto: © ANSA / Mourad Balti Touati
Damit können Geschäfte wieder öffnen und Lokale dürfen bis 18.00 Uhr offen halten.

In der Lombardei war wie in anderen Regionen Anfang November ein Teil-Lockdown in Kraft getreten. Am Sonntag wurden die bisher rot eingestuften Regionen Toskana, Kampanien sowie das Aostatal und die Provinz Bozen-Südtirol in eine weniger hohe Risikozone (orange) eingestuft. Insgesamt gibt es 3 Corona-Risikostufen. In gelben Zonen gelten die geringsten Maßnahmen. In Südtirol konnten Bars und Restaurants bereits am Freitag geöffnet werden. Außerdem kann man sich auf Südtiroler Landesgebiet wieder ohne Eigenerklärung und für sämtliche Erfordernisse bewegen.

Um Fortschritte im Kampf gegen die zweite Coronavirus-Welle nicht wieder zu gefährden, hat die Mitte-Links-Regierung in Rom für die Weihnachtszeit zwischen dem 21. Dezember und dem 6. Jänner verschärfte Reisebeschränkungen für alle Bürger erlassen. Außerdem gelten weiterhin nächtliche Ausgangsverbote.

In fast allen italienischen Regionen ist in der vergangenen Woche die Reproduktionszahl unter 1,0 gesunken. „Die Pandemie bremst sich in mehreren Regionen Italiens ein“, verlautete aus dem wissenschaftlichen Komitee CTS, das das Gesundheitsministerium berät.

apa/stol