Lorena Isceri war noch am Leben, als ihr ehemaliger Freund Federico Vella sie am vergangenen Donnerstag von einer Brücke der italienischen Autobahn A1 bei Barberino di Mugello stieß. Das ergaben die Untersuchung der Leiche und eine Computertomografie (CT), die am rechtsmedizinischen Institut Careggi in Florenz durchgeführt wurden.<BR /><BR />Der endgültige Bericht der Rechtsmedizinerin Beatrice Defraia soll innerhalb von 90 Tagen bei der Staatsanwaltschaft vorgelegt werden. <BR />Staatsanwalt Antonio Natale ließ den Angaben zufolge zudem prüfen, ob die am Körper der Frau festgestellten Blutergüsse durch den Sturz entstanden sind oder bereits zuvor vorhanden waren.<h3>Leichnam von Ex-Freund wird untersucht</h3>In den kommenden Stunden soll auch der Leichnam von Federico Vella obduziert werden. Der Mann hatte sich ebenfalls am vergangenen Donnerstag von derselben Autobahnbrücke in den Tod gestürzt. Zuvor soll er seine ehemalige Freundin in der Garage ihres Hauses überwältigt, gefesselt und im Kofferraum ihres Autos eingeschlossen haben. Anschließend soll er sie von der Autobahnbrücke gestoßen haben.<BR /><BR />Bei der Obduktion von Vella sollen auch toxikologische Untersuchungen durchgeführt werden. Dabei soll geklärt werden, ob er zum Zeitpunkt des Angriffs unter dem Einfluss von Drogen, Psychopharmaka oder anabolen Steroiden stand.<h3> Vater des Opfers mit bewegendem Appell</h3>Der Vater von Lorena hatte zuvor über die Trennung seiner Tochter von Vella gesprochen. Sie habe sich nach einer Nachricht von ihm dazu entschlossen, die Beziehung zu beenden. Dies habe die spätere Tat jedoch nicht verhindert. <BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/vater-der-ermordeten-lorena-damit-tragoedien-wie-diese-nie-wieder-passieren" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Der Vater hatte am Sonntag in einem bewegenden Appell die Politik zu entschlossenem Handeln zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen aufgerufen.</a>