„Wir führen die Brücken-Hauptprüfung bewusst in einem Monat durch, indem wir gemäß Verkehrszahlen mit den wenigsten Behinderungen rechnen können“, weiß Alexander Holzedl, ASFINAG-Pressesprecher für Tirol und Vorarlberg. So gebe es keine Feiertage wie Ostern oder Pfingsten, und keinen dichten Reise- und Lkw-Verkehr. <BR /><BR /><embed id="dtext86-64135194_quote" /><BR /><BR />Dem kann Hartmann Reichhalter nur zustimmen. „Die Zeit ist gut gewählt, weil wir in diesem Monat kein hohes Verkehrsaufkommen haben.“ Außerdem gebe es in dieser Zeit auch auf der Südtiroler Seite der Brennerautobahn Baustellen mit Einspurigkeit. Die Einschränkung auf der Luegbrücke sei nichts Besonderes.<h3> Eine reguläre Sicherheitsüberprüfung</h3>Laut Holzedl ist die Luegbrücke bis nächste Woche für den in Richtung Brenner fahrenden Verkehr nur einspurig befahrbar. Ab voraussichtlich dem 10. April wird bis Ende April für den Verkehr in Gegenrichtung – nach Innsbruck – nur eine Spur offen sein. „Die Brücken-Hauptprüfung erfolgt bei der Luegbrücke alle 3 Jahre“, berichtet Holzedl. Es handle sich hierbei um eine ganz reguläre Sicherheitsüberprüfung. <BR /><BR /><embed id="dtext86-64135232_quote" /><BR /><BR />Besorgt zeigt sich hingegen Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. „Das wird erst der Anfang sein“, sagt er. Alles müsse getan werden, um die Infrastrukturen instand zu halten. Deshalb sei in Zukunft mit weiteren Einschränkungen zu rechnen, so der Landesrat.<BR /><BR />Dass die Luegbrücke nicht gerade im besten Zustand ist, ist bekannt. „Die sanierungsbedürftige Luegbrücke ist die bestüberwachte Brücke Europas“, beruhigt Alexander Holzedl. <BR /><BR />Die ASFINAG rechnet damit, dass die Hauptprüfung aufzeige, dass wahrscheinlich ab 2025 Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden – die voraussichtlich eine dauerhafte Einspurigkeit mit sich bringen werden. „Wir müssen aber das Ergebnis der Hauptprüfung abwarten“, sagt Holzedl. Die ASFINAG erwarte den Abschlussbericht im Sommer 2024.<BR /><BR /><embed id="dtext86-64135198_quote" /><BR /><BR />Die Sanierungsarbeiten sollen mehrere Jahre dauern. Wie dieser Zeitraum überbrückt werden soll, ohne dass ein Verkehrskollaps droht, möchte Hartmann Reichhalter nicht verraten. „Es sind noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen.“ Daniel Alfreider sagt, dass man keine Informationen über großräumige Lösungsvorschläge habe. <h3> Neubau der Brücke vorerst auf Eis gelegt</h3>Notwendig sind die Maßnahmen allemal. „Die Luegbrücke ist in einem schlechten Zustand. Es braucht die Einspurigkeit als Sicherheitsmaßnahme, um die alte Brücke zu entlasten. Sie würde nämlich zu weniger Gewicht auf der Brücke führen“, berichtet Holzedl. Für die ASFINAG sieht die Lösung so aus: „Neben der bestehenden Brücke muss eine neue Brücke errichtet werden“, erklärt er. <BR /><BR /><embed id="dtext86-64135270_quote" /><BR /><BR />Wann die neue Brücke gebaut werden soll, ist allerdings noch unklar. Die Gemeinde Gries am Brenner hat gegen diese Pläne Einspruch eingelegt. „So lange das Verfahren läuft, können wir keine Aussage zu einem Baubeginn machen“, sagt Holzedl. Allerdings arbeite die ASFINAG parallel mit Hochdruck an den Planungs- und Vorbereitungsarbeiten des Neubaus weiter. „Die neue Brücke wäre wichtig“, sagt auch Landesrat Alfreider. Denn von alleine werde die Luegbrücke nicht besser.