Dienstag, 14. Januar 2020

Luft in Melbourne „sehr ungesund“ – Regen erwartet

In den australischen Brandgebieten ist Regen in Sicht. Aber kurz vor dem großen Tennisturnier in Melbourne haben die Feuer die Luftqualität dort rekordverdächtig schlecht gemacht.

Die Luft in Melbourne ist über Nacht weltweit am schlechtesten geworden.
Die Luft in Melbourne ist über Nacht weltweit am schlechtesten geworden. - Foto: © APA/afp / WILLIAM WEST

Für die Bewohner war es der zweite Tag in Folge mit besonders dicker Luft. Ihnen wurde geraten, drinnen zu bleiben. Der Rauch löste im Stadtgebiet Feuermelder aus. Fernsehbilder zeigten, dass die Leute Schutzmasken trugen.

Über Nacht sei die Luft in Melbourne weltweit am schlechtesten geworden, sagte der zuständige Gesundheitsbehörden-Chef Brett Sutton am Dienstag Reportern.

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Laut der internationalen Datenbank IQ Air war die Luft in Australiens zweitgrößter Stadt „sehr ungesund“. Gemessen wird dabei unter anderem die Belastung mit Feinstaub. Am Mittwoch könnte dort Wind gegen den Qualm helfen.

Wie sportnews.bz berichtete verzögerten sich wegen des Rauchs auch die ersten Spiele in der Qualifikationsrunde für die Australian Open. Eine Tennisspielerin, die Slowenin Dalila Jakupovic, gab nach einem Hustenanfall auf und wurde von einer Betreuerin vom Platz geführt. Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres soll am 20. Januar beginnen.

Melbourne liegt an der Südostküste Australiens, hat um die 5 Millionen Einwohner und ist die Hauptstadt des Bundesstaats Victoria – der besonders von den Buschbränden betroffen ist. Australiens Hauptstadt Canberra hatte ebenfalls bereits mit schlechter Luft zu kämpfen.

Seit Monaten wüten vor allem im Südosten des Kontinents heftige Buschbrände. Nach Angaben der Regierung kamen bislang 28 Menschen ums Leben. Hunderte Millionen Tiere sind nach vorsichtigen Schätzungen von Wissenschaftlern allein im Bundesstaat New South Wales getötet worden.

dpa