Gleichzeitig richtete Finnland im östlichen Golf von Finnland als Vorsichtsmaßnahme vor möglichen Drohnen eine vorübergehende Sperrzone für den Luft- und Schiffsverkehr ein. In der Nacht auf Freitag hatte Russland nach Angaben des regionalen Gouverneurs Alexander Drosdenko 15 Drohnen in der Region Leningrad abgeschossen, wie dieser auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilte. Das Gebiet grenzt an Finnland und Estland und schließt die Millionenmetropole St. Petersburg ein, die ein wichtiger Exportknotenpunkt des Landes ist.<BR /><BR />Die nördlichen NATO-Nachbarn Russlands verschärfen derzeit die Sicherheitsvorkehrungen rund um Staudämme, Kraftwerke und Erdgasinfrastruktur. Hintergrund ist die wachsende Sorge, dass die Regierung in Moskau einen Angriff unter falscher Flagge mit ukrainischen Drohnen auf diese Einrichtungen inszenieren könnte. Seit dem Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine im Februar 2022 kommt es in den Nachbarländern immer wieder zu Luftalarmen und Drohnenabschüssen.<BR /><BR />Durch einen russischen Bombenangriff auf die frontnahe Stadt Kramatorsk in der Ostukraine wurden unterdessen nach Behördenangaben mindestens 15 Menschen verletzt. Es gebe bisher einen Toten, teilte der Militärverwalter des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, in der Nacht auf Freitag auf Telegram mit. Seinen Angaben zufolge wurde die Stadt achtmal aus der Luft angegriffen, mutmaßlich mit Gleitbomben. In einem großen Wohnblock sei ein Brand ausgebrochen.<BR /><BR />Filaschkin riet den Einwohnern von Kramatorsk, in weniger gefährdete Gebiete der Ukraine umzusiedeln. Die Industriestadt hatte vor dem Krieg etwa 58.000 Einwohner. Die vordersten russischen Stellungen sind derzeit etwa 20 Kilometer entfernt. Immer wieder wird Kramatorsk beschossen. Die Ukraine wehrt sich seit fast viereinhalb Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion.