Sonntag, 29. März 2015

Lufthansa: Wussten nichts von Erkrankung des Co-Piloten

Die Lufthansa weiß nach eigenen Angaben nichts von einer angeblichen psychischen oder anderen Erkrankung des Co-Piloten, der eine Germanwings-Maschine in Frankreich zum Absturz gebracht haben soll.

Foto: © APA/EPA

„Wir haben da keine eigenen Erkenntnisse“, sagte ein Firmensprecher am Sonntag auf die Frage, ob das Unternehmen als Muttergesellschaft von Germanwings von Depressionen des 27-Jährigen wusste.

Das Unternehmen sei weder von Psychiatern oder Psychologen informiert worden, die einer Schweigepflicht unterlägen, noch von dem Mann selbst. „Deswegen war uns das nicht bekannt“, sagte der Sprecher.

Keine Kenntnis über angebliche Sehprobleme

Auch von Augenproblemen, über die mehrere Zeitungen berichteten, wisse die Lufthansa nichts. „Nein, das kann ich nicht bestätigen“, sagte der Sprecher.

Grundsätzlich werde die Sehfähigkeit beim jährlichen Medizintest der Piloten geprüft. Wenn dabei festgestellt werden, dass die Sehkraft nicht mehr ausreiche, könnte das zur Aberkennung der Flugtauglichkeit führen.

Bei dem Germanwings-Piloten sei aber offenbar beim letzten Check nichts festgestellt worden, sonst hätte er den Flugtauglichkeitsvermerk nicht bekommen, sagte der Sprecher.

Keine Kenntnis hatte die Lufthansa darüber hinaus von einem etwaigen massiven Medikamenten-Gebrauch des Mannes. Generell müssten die Betreffenden Informationen dazu beim turnusmäßigen Medizin-Check angeben.

apa/reuters

stol