„Die Verbesserung der Luftqualität geht uns alle an“, betont Umweltlandesrat Richard Theiner. Jeder einzelne Bürger könne dazu beitragen, indem er im Alltag den eigenen Pkw stehen lässt und nachhaltigen Fortbewegungsmitteln den Vorzug gibt. Neben der Bevölkerung sei auch die aktive Mitarbeit der Wirtschaft und der Gemeinden wichtig, um die Luft sauber zu halten und damit die Gesundheit der Menschen zu schützen.Während im norditalienischen Raum zudem auch noch immer die Feinstaub-Grenzwerte überschritten werden, bleibt die größte Herausforderung in Südtirol die vom Straßenverkehr verursachte Stickstoffdioxidbelastung. Im vergangenen Sommer hat die Landesregierung dazu das NO2-Programm 2018-2023 verabschiedet, das strukturelle Maßnahmen zur NO2-Reduktion in den Gemeinden Bozen, Meran, Brixen und Leifers enthält. Die Maßnahmen werden auf Gemeindeebene vorgeschlagen und durchgeführt, die Landesumweltagentur überwacht deren Wirksamkeit. Stickstoffdioxid-Emissionen um 10 Prozent senkenDas Maßnahmenpaket sieht unter anderem vor, dass die Gemeinden ab 1. Jänner 2019 Fahrverbote für Dieselfahrzeuge der Klassen Euro 1, 2 und 3 im Zeitraum von 7 bis 10 Uhr und von 16 bis 19 Uhr verhängen können. Diese kommen erst dann zum Tragen, wenn Maßnahmen wie die Verbesserung und der Ausbau von Busverbindungen, die Förderung der Fahrrad- und E-Mobilität oder die intelligente Ampelsteuerung an bestimmten Kreuzungen nicht ausreichen, um die Stickstoffdioxid-Ziele zu erreichen. Diese sehen eine zehnprozentige Verringerung der NO2-Jahresmittelwerte innerhalb 2020 (gegenüber den Werten von 2017) und, wo das nicht ausreiche, eine Einhaltung des Grenzwertes spätestens innerhalb 2023 vor.Die Landesumweltagentur überwacht ganzjährig und in ganz Südtirol die Luftqualität, sowohl mit konventionellen als auch mit neuesten Messtechnologien wie den Passivsammlern: Sämtliche Messdaten sind online auf der Webseite der Agentur abrufbar. Neueste Messtechnologien: Diese Passivsammler der Landesumweltagentur zum Erheben der Stickstoffdioxidemissionen befinden sich in der Romstraße in Bozen. Foto: Umweltagenturstol