Donnerstag, 28. Oktober 2021

lvh: Warentransporteure klagen über „unmenschliche“ Staus

Aufgrund des Nationalfeiertages in Österreich, zahlreichen Veranstaltungen und deutschem Ferienwechsel kam es am 26. Oktober zu sehr starken Lkw-Staus auf der Autobahn. Frächterobmann Elmar Morandell fordert eine Ausnahmeregelungen.

Der österreichische Feiertag brachte Warentransporteure an ihre Grenzen. - Foto: © lvh

Das verlängerte Wochenende in Österreich verschärfte vor wenigen Tagen das Verkehrsaufkommen auf Staats- und Mautstraßen in Südtirol. Für Lkw-Fahrer spitzte sich die Situationaufgrund des Nachtfahrverbotes für Lkws in Tirol drastisch zu.

„Mehrere Fahrer mussten die ganze Nacht auf der Straße im Stau ausharren – eine Zumutung für den Fahrer selbst, vor allem aber auch für seine Familie. Viele Fahrer leiden unter diesen Situationen, da sie aufgrund ihres Berufes ohnehin schon wenig zu Hause sind und im Zuge solcher Vorfälle ihre Liebsten noch weniger sehen“, gibt der Obmann der Warentransporteure im lvh, Elmar Morandell zu bedenken.

„Zumindest in solchen vorhersehbaren Extremsituationen sollten die Tiroler Fahrverbote aufgehoben werden und auch die Blockabfertigungen auf deutscher Seite fallen. Ich plädiere außerdem für eine Aufhebung der Strafen für die Nicht-Einhaltung gesetzlicher Lenk- und Ruhezeiten, da es sich in diesem Fall einfach um Ausnahmesituationen handelt und diese nicht noch durch Sanktionen verschärft werden müssen“, fordert Morandell.

Die Warentransporteure hatten bereits mehrmals auf ähnliche Missstände hingewiesen. Warentransporteure zählen zu wichtigen Elementen in der Versorgungskette und sollten nicht unnötig „bestraft“ werden. Abhilfe für Staubildung könne laut Morandell nur die Aufhebung des Nachtfahrverbotes in Tirol bringen, weniger Blockabfertigungen sowie die Möglichkeit, bis zum nächsten Parkplatz bzw. bis zum Firmensitz fahren zu dürfen, ohne bestraft zu werden.

„Diese Regelung würde auch weniger Lkw-Verkehr auf den Straßen untertags und somit eine Entlastung für den Personenverkehr bedeuten“, so der Vorschlag von Morandell.

pho

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