Mittwoch, 14. Februar 2018

Macerata: Mutter von Pamela spricht Klartext

„Ich hoffe es ist nicht so, ich hoffe es ist nicht sie …“ Das waren die verzweifelten Worte von Pamelas Mutter, Alessandra Verni, nur Stunden vor der Identifizierung ihrer Tochter. Doch bald schon musste sie schmerzhaft erkennen, dass sie ihr Mädchen für immer verloren hatte.

Pamelas Mutter Alessandra spricht Klartext. - Foto: Screenshot/Youtubevideo
Pamelas Mutter Alessandra spricht Klartext. - Foto: Screenshot/Youtubevideo

Wie berichtet wurde Pamela Mastropietros zerstückelte Leiche am 31. Jänner in mehreren Koffern versteckt aufgefunden.

Die Ermittlungen ergaben, dass mehrere Nigerianer in den Fall verwickelt sind. Neben Innocent Oseghale, der der Hauptverdächtige ist, wurden auch Lucky Desmond (22) und Lucky Alewima (27) verhaftet. Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern gemeinschaftlichen Mord, Verschleierung, Schändung einer Leiche und Drogenhandel vor. 

Fall erregte großes mediales Aufsehen

Nach derzeitigem Ermittlungsstand starb das Mädchen offenbar in der Wohnung Oseghales. Dort wurde sie wohl auch zerstückelt, die Leichenteile mit Bleichmittel gewaschen und in die Koffer gepackt, von denen einer der des Mädchens war, berichtet die italienische Tageszeitung „Il Giornale“.

Der Fall erregte großes Aufsehen in Italien. Doch die Berichterstattung in den Medien wurde oft auch auf dem Rücken des Mordopfers ausgetragen. Ihre Drogensucht und ihr scheinbar verpfuschtes Leben standen häufig im Fokus. 

Pamelas Mutter wehrt sich

„An alle diese Hyänen, an alle Journalisten, die die Story in der Story suchen. An alle, die meine Tochter falsch darstellen: Ich gebe euch ein paar Eindrücke davon, wie meine Tochter wirklich war! Ein Mädchen: sonnig, humorvoll, schön, herzensgut, hilfsbereit, sympathisch, ein wenig empfindlich, höflich, großzügig … EINE LÖWIN!“, schreibt Pamelas Mutter Alessandra auf Facebook.

In der Videobotschaft richtet sie ihre Worte nun an alle, die über ihre Tochter nach deren Tod Schlechtes sagen oder schreiben, ein falsches Bild zeichnen und Rufmord betreiben. Sie verlangt, dass es aufhört und erklärt, dass es jede und jeden treffen hätte können.

Klare Worte einer traurigen, aber auch wütenden Mutter, die sich einfach nur Respekt für ihr totes Kind wünscht.

stol/vs

stol