Dienstag, 28. April 2020

Madrid und Paris wollen Corona-Auflagen lockern

In Europa stehen in mehreren großen Ländern weitere Lockerungen der Corona-bedingten Beschränkungen bevor.

Paris rüstet sich für das neue Leben vor der Tür.
Paris rüstet sich für das neue Leben vor der Tür. - Foto: © APA (AFP) / STEPHANE DE SAKUTIN
Mehr als sechs Wochen nach dem Beginn der strengen Ausgehsperre in Spanien will Ministerpräsident Pedro Sánchez einen Plan für eine schrittweise „Deeskalation“ vorlegen, der dann vom Kabinett verabschiedet werden soll. Voraussichtlich sollen die Regeln für den Ausstieg aus der Abriegelung im ganzen Land gleich sein, jedoch werden die Lockerungen eventuell in einzelnen Regionen zeitversetzt erfolgen - je nachdem, wie heftig ein Gebiet betroffen ist.

Bereits seit Sonntag dürfen Kinder bis 14 Jahre wieder mit einem Elternteil eine Stunde pro Tag aus dem Haus, wenn auch nur unter Berücksichtigung strenger Auflagen. Sánchez hat zudem angekündigt, dass ab dem 2. Mai wieder Spaziergänge mit Mitbewohnern aus dem gleichen Haushalt sowie Sport im Freien erlaubt werden sollen - allerdings nur, falls die Pandemie-Zahlen sich weiter positiv entwickeln. Im besonders heftig von dem Virus betroffenen Spanien gelten seit dem 15. März äußerst strikte Ausgangsbeschränkungen.

Lockerungen in Frankreich

Die französische Regierung will dem Parlament am Nachmittag (15 Uhr) ihren Plan für die Lockerung der Ausgangsbeschränkungen vorstellen. Diese sind in dem Land, das weit mehr als 20.000 Tote infolge der Pandemie zählt, deutlich strenger als in Deutschland. Premierminister Édouard Philippe kündigte an, dass es dabei um die Themen Gesundheit, Schule, Arbeit, Geschäfte, Transport und Versammlungen gehen werde.

Die Abgeordneten der Nationalversammlung sollen nach einer Debatte darüber abstimmen. Präsident Emmanuel Macron hatte bereits angekündigt, dass die seit dem 17. März geltenden Beschränkungen im Kampf gegen Covid-19 ab 11. Mai landesweit gelockert werden sollen.

apa

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