Mittwoch, 28. März 2018

Madsen weint vor Gericht: „Meine Welt brach zusammen“

Der wegen Mordes angeklagte dänische Erfinder Peter Madsen hat nach eigener Aussage nach dem Tod der Journalistin Kim Wall auf seinem U-Boot über Suizid nachgedacht.

Peter Madsen hat vor Gericht ausgesagt.
Peter Madsen hat vor Gericht ausgesagt. - Foto: © LaPresse

Er habe seiner Frau eine Abschieds-SMS geschrieben, sagte der 47-Jährige am Mittwoch vor Gericht – laut Nachrichtenagentur Ritzau unter Tränen. „Das Leben, das ich führte, mit Experimenten und wilden Dingen, das war hier zu Ende. Meine Welt brach zusammen.“

Madsen beschreibt den Tod der 30 Jahre alten Schwedin weiter als Unglück in dem selbstgebauten U-Boot. Trotzdem rief er nicht nach Hilfe, sondern schrieb seiner Frau laut Staatsanwaltschaft: „Ich bin ein wenig auf Abenteuer mit Nautilus. Alles gut. Fahre in ruhiger See und Mondlicht. Tauche nicht. Küsse und Umarmungen für die Katzen“.

Er habe nicht damit gerechnet, sie je wiederzusehen, sagte Madsen. Letztlich habe er sich dann aber nicht umgebracht, weil er zu ihr zurück wollte. Kurze Zeit nach dem Tod von Wall ließ sich die Frau von Madsen scheiden.

dpa

stol