Donnerstag, 09. Juli 2020

Mädchen vor Ertrinken im Eisack gerettet

Um 7 Uhr ging der verzweifelte Notruf eines Vaters in der Bozner Quästur ein: Seine 8-jährige autistische Tochter war in einem kurzen Moment der Ablenkung verschwunden. Die ausgerückten Polizisten fanden die Kleine gerade noch rechtzeitig.

Ende gut, alles gut: Die Retter der Staatspolizei konnten das kleine Mädchen wieder ihrem Vater übergeben.
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Ende gut, alles gut: Die Retter der Staatspolizei konnten das kleine Mädchen wieder ihrem Vater übergeben. - Foto: © Staatspolizei
Der Vater hatte sich verzweifelt an die Bozner Staatspolizei gewandt: In einem kurzen Moment, in dem sich der Vater um den Haushalt gekümmert hatte, verließ dessen autistische 8-jährige Tochter die Wohnung und verschwand.

Sofort wurde eine Suchaktion eingeleitet, das Wohngebäude sowie die umliegenden Zonen wurden strategisch abgesucht.

Da die Kleine laut Aussagen des Vaters zudem von Bussen fasziniert war, wurden auch die Linienbusse durchsucht, die nahe der Wohnung einen Stop eingelegt hatten, um festzustellen, ob das Mädchen vielleicht mit einem der Busse mitgefahren war.

Nach 3 Stunden der eifrigen Suche konnten die Beamten der Staatspolizei schließlich das Mädchen sichten, allerdings in einer gefährlichen Situation: Es hatte sich bereits bis zur Taille in den Eisack begeben.

Vorsichtig näherten sich die Beamten und begannen,auf das Mädchen einzureden und es zu beruhigen, in der Hoffnung, dass es nicht plötzlich von der Strömung erfasst wird.

Dann ging alles blitzschnell: Die Einsatzleiterin des Streifenwagens eilte zum Mädchen, hob es aus dem Wasser und brachte es sicher ans Ufer, wo es sofort abgetrocknet und in eine Wärmedecke eingewickelt wurde.

Anschließend wurde die 8-Jährige – zu ihrer großen Begeisterung – mit dem Polizeiwagen zum Vater gebracht, wo es von Herzen ein „Danke“ an die Polizisten aussprach.

liz