Sonntag, 07. April 2019

Mängel bei Versorgung von Flüchtlingskindern

Das Kinderhilfswerk kritisiert erhebliche Mängel und fordert eine Verbesserung der ärztlichen Versorgung in Deutschland.

Kinder ohne Papiere seien laut Deutschem Kinderhilfswerk oft nur „unzureichend gesundheitlich versorgt“.
Kinder ohne Papiere seien laut Deutschem Kinderhilfswerk oft nur „unzureichend gesundheitlich versorgt“. - Foto: © shutterstock

Aus Anlass des Weltgesundheitstags am Sonntag hat das Deutsche Kinderhilfswerk eine bessere ärztliche Versorgung von Flüchtlingskindern in Deutschland gefordert. Solche Kinder seien an „vielen Stellen nur unzureichend gesundheitlich versorgt, und 'Kindern ohne Papiere' wird in der Regel gar keine medizinische Versorgung zuteil“, kritisierte die Organisation.

Problematisch sei für Flüchtlingskinder zudem die Unterbringung in Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften. Dort würden den Kindern oftmals „elementare Rechte“ wie Bildung und Gesundheit vorenthalten.
Das Kinderhilfswerk forderte für alle Flüchtlingskinder eine reguläre Versicherungskarte für den Zugang zu einer vollständigen ärztlichen Versorgung. Die derzeitige Gesundheitsversorgung für diese Kinder in Deutschland gleiche einem „Flickenteppich“, kritisierte der Geschäftsführer des Kinderhilfswerks, Holger Hofmann. Jedes Bundesland habe hier andere rechtliche Standards.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) begeht am Sonntag den jährlichen Weltgesundheitstag. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Flächendeckende und umfassende Gesundheitsversorgung“.

apa/afp 

stol