Dienstag, 08. September 2020

Mafia-Boss beißt Gefängniswärter Finger ab und verschluckt ihn

Ein sizilianischer Mafiaboss soll einem Zeitungsbericht zufolge bei einer Kontrolle seiner Gefängniszelle einem Wachmann den kleinen Finger abgebissen und verschluckt haben. Giuseppe Fanara sei im Juni mit insgesamt 7 Polizisten aneinandergeraten, als diese seine Zelle in der Haftanstalt von Rebibbia, einem Stadtteil von Rom, untersuchen wollten, berichtete die Zeitung „Il Messagero“.

Der ehemalige Casa Nostra-Boss Fanara wurde auf den Vorfall hin ins Hochsicherheitsgefängnis nach Sardinien verlegt.
Der ehemalige Casa Nostra-Boss Fanara wurde auf den Vorfall hin ins Hochsicherheitsgefängnis nach Sardinien verlegt. - Foto: © ANSA / MINISTERO DELLA GIUSTIZIA
Während des Kampfs habe er einem der Polizisten erst einen Faustschlag ins Gesichts versetzt und ihm dann den kleinen Finger der rechten Hand abgebissen, berichtete das Blatt. Da der Finger später unauffindbar blieb, geht die Staatsanwaltschaft demnach davon aus, dass Fanara ihn verschluckt hat.

Mit Besenstil bewaffnet

Dem Bericht zufolge warf sich der 60-Jährige anschließend mit einem Besenstil bewaffnet auf die anderen Beamten. Dabei drohte er, „ihnen wie Schweinen die Gurgel zu durchtrennen“. Fanara sei überwältigt und ins Hochsicherheitsgefängnis nach Sardinien verlegt worden.

Der Cosa Nostra-Boss saß seit 9 Jahren im Gefängnis von Rebibbia. Er war wegen 5-fachen Mordes zu einer mehrfachen lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt worden.

apa/afp