In fast fünf Jahrzehnten als Politiker führte er das Land durch die schwierigsten Jahre seiner Geschichte. Die „furchtbaren Erfahrungen“ von Krieg und Tod seien zur Triebfeder geworden, um in die Politik einzusteigen und dort das Terrain für dauerhaften Frieden zu bereiten, erzählte Magnago später.Das "Los von Trient" auf Schloss SigmundskronVon 1960 bis 1989 war Silvius Magnago Landeshauptmann. Bereits drei Jahre zuvor – am 17. November 1957 – war der Mann mit den Krücken auf Schloss Sigmundskron mit seiner leidenschaftlichen Rede zum "Los von Trient" zur Symbolgestalt für das Volk geworden. Dass Südtirols Weg zur Autonomie ein friedlicher und schlussendlich ein erfolgreicher geworden ist, ist Silvius Magnago zu verdanken. Als zäher Verhandler saß er den Mächtigen Italiens und Österreichs gegenüber und überstand auch heikle Situationen wie die Feuernacht 1961.Dass das Pulverfass Südtirol damals nicht in die Luft flog, sei dem Willen Magnagos zu Frieden und Verständigung zu verdanken, sagte Luis Durnwalder, sein Nachfolger als Landeshauptmann, über ihn.1989 trat er als Landeshauptmann ab, 1991 nach 34 Jahren auch als SVP-Obmann. Magnago blieb aber als „großer Alter“ weiterhin die integre, einigende Symbolfigur der Südtiroler Volkspartei.Silvius Magnago verstarb am 25. Mai 2010 im Alter von 96 Jahren.D/wib/ler/stol ____________________________Eine ausführliche Biographie Magnagos sowie Erinnerungen von zahlreichen Weggefährten lesen Sie in der Mittwochausgabe der Tageszeitung "Dolomiten".