Dienstag, 22. Mai 2018

MahlZeit: „Kleine Inseln für Insekten“

Urbane Trittsteine für die Artenvielfalt neu schaffen: So das Motto der Kampagne MahlZeit, die am Dienstag - passend zum Tag der Artenvielfalt - zum Umdenken aufgerufen hat.

Wildbiene auf Malve. - Foto: MahlZeit
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Wildbiene auf Malve. - Foto: MahlZeit

Die Zerstörung und Zerschneidung von Lebensräumen, die Übernutzung von Ökosystemen sowie die intensive Landwirtschaft sind die ursächlichsten Faktoren für das Artensterben in Europa und weltweit. „Um dem Einhalt zu gebieten, braucht es einen Paradigmenwechsel in unserem Wirtschaftssystem. Doch bis es dazu kommt, können wir alle schon einmal unseren kleinen Beitrag leisten, indem wir urbane Trittsteine für die Artenvielfalt schaffen“, so die Botschaft der Kampagne MahlZeit am Dienstag.

Es gehe darum, Nahrung und Unterschlupf für Insekten und Schmetterlinge auf Balkonen und Fensterbänken, in Hausgärten, im Grünstreifen rund ums Haus, an jedem kleinen Flecken Brache in Dorf und Stadt zu schaffen.

„Dazu braucht es – wie im Großen, auch im Kleinen – ein wenig Umdenken: Wildblumen statt Rollrasen, Berberitzen und Holunder statt gestylter Zypressen und Palmen, Bienenweiden statt Geranien: wir müssen in unseren Gärten und auf unseren Balkonen nicht auf alles verzichten, was uns an ‚Geordnetem‘ lieb und teuer ist. Doch wenn wir überall kleine Inseln schaffen – urbane Trittsteine der Artenvielfalt – die Platz und Futter für Insekten und Schmetterlinge bieten, haben wir einen kleinen Beitrag gegen das Artensterben geleistet.“

Wie das geht? Auch darauf hat die Kampagne eine Antwort: So brauchen Insekten und Schmetterlinge möglichst vom Frühjahr bis zum Herbst ein gut gemischtes Angebot an einheimischen Blüten. Heimische Wildpflanzen seien dabei unschlagbar: nachhaltig, pflegeleicht und kostengünstig.

„Ein Holunder kostet in der Anschaffung nichts, versorgt eine ganze Saison lang Insekten und Vögel mit ausgezeichneter Nahrung und ist Lebensraum für unzählige Arten.  Blumenwiesen und Wildblumensäume gehören zum Wertvollsten unserer Heimat. Viele tausend Tierarten leben davon. Ein Stück Blumenwiese im Garten, am Grünstreifen entlang des Grundstückes, auf kleinen Brachen, an Wegen und Straßensäumen sind unscheinbare aber wertvolle Lebensräume für Arten, die fast verschwunden sind“, so die Verantwortlichen.

stol

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