Freitag, 26. Juni 2020

Mailand setzt Polizisten mit Tretrollern ein

Die Stadt Mailand hat beschlossen, sich dem Fahrrad- und Tretrollerboom anzuschließen und Polizisten mit Tretrollern auszustatten.

Künftig werden einige Mailänder Polizisten auf Tretrollern unterwegs sein, um die Sicherheit auf Fahrradwegen zu garantieren. (Symbolbild)
Künftig werden einige Mailänder Polizisten auf Tretrollern unterwegs sein, um die Sicherheit auf Fahrradwegen zu garantieren. (Symbolbild) - Foto: © dpa-tmn / Steffen Trumpf
Mailand setzt Polizisten im Stadtzentrum mit Tretrollern zur Kontrolle der Radwege ein. Nachdem es zuletzt wiederholt zu Unfällen gekommen ist, hat die Stadt beschlossen, 8 Polizisten zu testen, die mit E-Tretrollern die Radwege kontrollieren, berichtete die Tageszeitung „Corriere della Sera“.

Die Zahl der E-Tretroller und Fahrräder auf den Mailänder Radwegen hat nach Ende des Lockdowns stark zugenommen. Viele meiden die öffentlichen Verkehrsmittel, in denen strenge Abstandsregeln eingehalten werden müssen, und setzen auf grüne Mobilität. Dabei kam es zuletzt wiederholt zu Unfällen mit E-Tretrollern.

Fahrräder und E-Tretroller im Trend

Um mehr Menschen auf das Rad zu bringen, gewährte die italienische Regierung einen 500 Euro-Bonus für den Erwerb von Rädern, E-Bikes oder Tretrollern. Fahrradgeschäfte werden mit Nachfragen gestürmt. Der Absatz von Zweirädern ist seit Ende des Lockdowns stark gestiegen. Damit festigt sich ein Trend, der bereits 2019 begonnen hatte.

1,71 Millionen Fahrräder wurden 2019 in Italien verkauft, das sind sieben Prozent mehr als im Jahr davor. Beim Absatz von Elektro-Fahrrädern wurde ein Plus von 13 Prozent gemeldet. Die Nachfrage sei so stark, dass man bei einigen Modellen bis Februar 2021 warten muss.
Großstädte wie Rom und Mailand wollen verstärkt Autospuren in geschützte Radwege umbauen. Zehn lange Verbindungen von Nord- bis Süditalien will die Regierung in den nächsten Jahren errichten.

apa/stol

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