Die Ermittler gehen laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa von einem tragischen Bergunfall aus; Hinweise auf ein Gewaltverbrechen liegen nach aktuellen Erkenntnissen nicht vor. <BR /><BR />Bei den Opfern handelt es sich um eine 49-jährige Frau und ihren Sohn aus dem slowenischen Kranjska Gora. Ein anderer Wanderer hatte die Toten am Montag im trockenen Bachbett nördlich des oberen Fusine-Sees in etwa 900 Meter Seehöhe entdeckt, wo sie etwa 50 Meter voneinander entfernt lagen.<h3> Vermutlich schon seit 23. Juni tot</h3>Die Ermittlungen werden von den Carabinieri in Tarvis geleitet. Dem aktuellen Stand nach starben Mutter und Sohn vermutlich bereits am 23. Juni. Darauf deutet unter anderem ein Parkticket für die Fusine-Seen hin, das dieses Datum trägt. Zudem zogen am Nachmittag dieses Tages heftige Gewitter über die Region. <BR /><BR />Die Ermittler vermuten daher, dass ein plötzlich angeschwollener Gebirgsbach die beiden mitgerissen und an den späteren Fundort gespült hat – eine These, die durch Wetterdaten über starke Niederschläge gestützt wird. Die darauffolgende Hitze erklärt wohl den fortgeschrittenen Verwesungszustand der Leichen.<h3> Rucksack und Tasche mit Drohne entdeckt</h3>Rund 100 Meter oberhalb des Fundortes stießen die Einsatzkräfte auf einen Rucksack, der die Autoschlüssel der Frau enthielt, sowie auf eine Tasche mit einer Drohne. Laut den Ermittlern untermauern die Aufnahmen der Drohne die Annahme, dass die beiden zu einer Wanderung aufgebrochen waren, die schließlich tödlich endete. <h3> Auto stand am Parkplatz</h3>Das Auto des Duos stand unterdessen unberührt auf einem Parkplatz am unteren Fusine-See. Darin entdeckten die Ermittler Ausweispapiere, Bergschuhe, persönliche Gegenstände und eine Golfausrüstung.<BR /><BR />Eine Obduktion soll in den kommenden Tagen die genaue Todesursache klären. Wie in Italien in solchen Fällen üblich, leitet die Staatsanwaltschaft in Udine ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt. Nach Angaben der Ermittler war die Frau regelmäßig mit ihrem Sohn auf Bergtouren unterwegs. Da ihr Verschwinden zum Zeitpunkt des Fundes erst etwa eine Woche zurücklag, war in Slowenien bis dahin noch keine Vermisstenanzeige erstattet worden.