Die italienischen Taucher hatten am Donnerstag im Vaavu-Atoll Höhlen in rund 50 Metern Tiefe erkundet. Wie berichtet, waren Gianluca Benedetti, Monica Montefalcone, Giorgia Sommacal, Federico Gualtieri und Muriel Oddenino von einem Tauchgang in der Nähe von Alimathaa bei ungüstigen Wetterbedingungen nicht mehr an die Oberfläche zurückgekehrt.<BR />Die Leiche von Gianluca Benedetti wurde bereits am Freitag geborgen, wie die maledivischen Streitkräfte (MNDF) mitteilten. <BR /><BR />„Der Körper wurde in etwa 60 Metern Tiefe in einer Höhlenstruktur entdeckt. Es wird angenommen, dass sich auch die übrigen Taucher in dieser rund 200 Fuß langen Höhle befinden“, hieß es in der Erklärung. Die finnischen Spezialtaucher Sami Paakkarinen, Jenni Westerlund und Patrik Grönqvist arbeiten jetzt gemeinsam mit den maledivischen Streitkräften und weiteren Behörden an der Bergungsmission.<BR /><BR />Ein maledivischer Taucher der MNDF, Mohamed Mahudhee, starb am Samstag an den Folgen einer Dekompressionskrankheit, nachdem er an der Suche beteiligt gewesen war. Daraufhin setzten die Streitkräfte die Bergungsarbeiten vorübergehend aus. Die Einsätze finden unter schwierigen Wetter- und Seebedingungen statt. Die kommenden Stunden würden „vollständig den Kontrollen der Ausrüstung, der Gaslogistik, der Bewertung der Umweltbedingungen und der Planung des Tauchgangs gewidmet sein - im Rahmen einer weiterhin komplexen und risikoreichen Operation in großer Tiefe und in einem schwer zugänglichen Höhlensystem“, erklärte DAN Europe, die Organisation, mit der die finnischen Taucher zusammenarbeiten.<BR /><BR />In der maledivischen Hauptstadt Malé traf zudem Orietta Stella ein, die den Reiseveranstalter „Albatros Top Boat“ vertritt. Das Unternehmen hatte das Paket für die wissenschaftliche Tauchsafari an die fünf verunglückten Taucher verkauft. Bereits zuvor hatte Stella erklärt, dass Albatros einen Chartervertrag mit der maledivischen Gesellschaft Island Cruiser Limited Company aus Malé habe, die Eigentümerin und Betreiberin des Bootes sei. Diese Gesellschaft sei auch Arbeitgeberin der Crew, einschließlich des leitenden Tauchinstruktors Gianluca Benedetti, der mit den anderen vier Tauchern ums Leben gekommen ist. Stella erklärte weiter, sie stehe bereit, „technische, logistische und fachliche Unterstützung“ für das finnische Spezialteam zu leisten.