Wie die maledivische Verteidigungsstreitkraft (MNDF), die die Suchaktion leitete, am Montag mitteilte, wurden die Körper im Vaavu-Atoll entdeckt - in einer Höhle in rund 60 Metern Tiefe, die unter Tauchern auch als „Höhle der Haie“ bekannt ist. <BR /><BR />Bei den Opfern handelt es sich um die aus Genua stammende Meeresbiologin Monica Montefalcone (51), um ihre Tochter Giorgia Sommacal (22), um den Taucher Federico Gualtieri (31) und der Forscherin Muriel Oddenino (31). Die vier waren nach einem Tauchgang nahe der Insel Alimathaa am Donnerstag nicht zurückgekehrt. Die Leiche des fünften Opfers, des aus Padua stammenden Tauchinstruktors Gianluca Benedetti, war bereits am Freitag geborgen worden.<BR /><BR />„Die Leichen der vier vermissten Taucher wurden bei einer gemeinsamen Such- und Bergungsoperation der Küstenwache der Malediven, der maledivischen Polizei und eines von der italienischen Regierung entsandten Expertenteams lokalisiert“, bestätigte die MNDF auf der Plattform X. Weitere Tauchgänge seien in den kommenden Tagen geplant, um die Bergung der Leichen abzuschließen. An der komplizierten Bergungsmission beteiligen sich auch die finnischen Spezialtaucher Sami Paakkarinen, Jenni Westerlund und Patrik Grönqvist. Gemeinsam mit den maledivischen Behörden bereiten sie die Bergung unter schwierigen Bedingungen vor. Regierungssprecher Mohammed Hussain Sharif erklärte, die Experten hätten zunächst „Orientierungs- und Vorbereitungstauchgänge“ durchgeführt.<BR /><BR />Die Organisation DAN Europe, mit der die finnischen Taucher zusammenarbeiten, sprach von einer „komplexen und risikoreichen Operation“ in großer Tiefe und innerhalb eines schwer zugänglichen Höhlensystems. Die kommenden Stunden würden vollständig der Überprüfung der Ausrüstung, der Logistik, der Bewertung der Umweltbedingungen sowie der detaillierten Einsatzplanung gewidmet sein. Erschwert werden die Arbeiten zusätzlich durch schlechte Wetter- und Seebedingungen. Am Samstag war ein maledivischer Taucher der MNDF, Mohamed Mahudhee, an den Folgen einer Dekompressionskrankheit gestorben, nachdem er an der Suchaktion beteiligt gewesen war. <BR /><BR />Inzwischen traf auch Orietta Stella in der maledivischen Hauptstadt Malé ein. Sie vertritt den Reiseveranstalter „Albatros Top Boat“, der die wissenschaftliche Tauchsafari für die fünf verunglückten Taucher organisiert hatte. Stella erklärte, das Unternehmen habe einen Chartervertrag mit der maledivischen Gesellschaft Island Cruiser Limited Company abgeschlossen, die Eigentümerin und Betreiberin des Bootes sei. Diese Firma sei zugleich Arbeitgeberin der Crew, darunter auch des Tauchinstruktors Benedetti. Zugleich sicherte Stella dem finnischen Spezialteam „technische, logistische und fachliche Unterstützung“ zu.