Es handelt sich dabei um Federico Gualtieri (31) und Monica Montefalcone (51). Die Einsatzkräfte wollen die Arbeiten am Mittwoch fortsetzen und die letzten beiden Leichen – jene von Giorgia Sommacal und Muriel Oddenino – bergen.<BR /><BR />Aufgrund der schwierigen Bedingungen - darunter enge Passagen, starke Tiefenstaffelung und ein komplexes Höhlensystem mit mehreren Sackgassen - wird die Operation als besonders riskant und zeitaufwendig eingestuft. Auf Ersuchen der italienischen Regierung wurden zusätzliche Fachkräfte aus Finnland hinzugezogen, um die Arbeiten in der engen und tief verzweigten Höhle zu unterstützen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1314435_image" /></div> <BR /><BR />Nach Angaben der Einsatzkräfte war die Bergung nur durch ein gestaffeltes Verfahren möglich: internationale Spezialtaucher brachten die Körper zunächst aus den tiefsten Bereichen der Höhle nach oben, bevor maledivische Einheiten und ein ferngesteuertes Unterwasserfahrzeug die weitere Sicherung übernahmen. Diese Vorgehensweise sollte Risiken wie Dekompressionsprobleme und Erschöpfung der Taucher minimieren.<h3> Verzweigtes Höhlensystem</h3>Die Höhle selbst gilt als besonders komplex: Sie beginnt in etwa 60 Metern Tiefe und verzweigt sich in mehrere enge und teils unzugängliche Gänge, die in größere Bereiche führen. In einem dieser Grotten wurden die Opfer schließlich entdeckt.<BR /><BR />Bei den Opfern handelt es sich um die aus Genua stammende Meeresbiologin Monica Montefalcone (51), um ihre Tochter Giorgia Sommacal (22), um den Taucher Federico Gualtieri (31) und der Forscherin Muriel Oddenino (31). Die vier waren nach einem Tauchgang nahe der Insel Alimathaa am Donnerstag nicht zurückgekehrt. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1314438_image" /></div> <BR />Die Leiche des fünften Opfers, des aus Padua stammenden Tauchinstruktors Gianluca Benedetti, war bereits am Freitag geborgen worden. Vier der Verstorbenen wurden im tiefsten Abschnitt der komplexen Höhlenstruktur lokalisiert, die auch als „Höhle der Haien“ bekannt ist. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1314441_image" /></div> <BR /><BR />Die lokalen Behörden der Malediven sowie die Staatsanwaltschaft in Rom haben Ermittlungen zur Klärung der Umstände des Unglücks aufgenommen. Im Zentrum der Untersuchungen stehen unter anderem die Genehmigungslage des Tauchgangs sowie die Frage, ob alle Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden. Der Sprecher des maledivischen Präsidentenbüros, Mohamed Hussain Shareef, sagte, die Regierung habe der Gruppe eine Genehmigung für Forschungen an Weichkorallen im Gebiet Devana Kandu erteilt. „Was wir nicht wussten, war, dass es sich um Höhlentauchen handelte. Wie Taucher wissen, ist das eine völlig andere Disziplin mit eigenen Herausforderungen und Risiken - insbesondere in dieser Tiefe. Es gibt zahlreiche mögliche Ursachen für den Vorfall“, wurde Shareef von italienischen Medien zitiert.<h3> „Keine Tauchgänge in 50 Metern genehmigt“</h3>Nach Angaben der maledivischen Regierung verfügten nur drei Mitglieder der Gruppe über wissenschaftliche Genehmigungen für Forschungen in Tiefen von mehr als 50 Metern. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht der Tauchplan, der vor jedem Tauchgang erstellt wird und Ablauf, Tiefe, Aufenthaltsdauer sowie Dekompressionszeiten festlegt. Nach bisherigen Erkenntnissen verfügte die Gruppe nicht über geeignete Ausrüstung. Der Logistikdienstleister, der den Ausflug organisiert hatte, erklärte, keine Tauchgänge bis 50 Meter Tiefe genehmigt zu haben und nichts davon gewusst zu haben.<BR /><BR />Montefalcones Ehemann Carlo Sommacal sagte gegenüber Journalisten, seine Frau hätte niemals ihre Tochter oder andere wissentlich in Gefahr gebracht. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1314444_image" /></div> <BR /><BR />Er bezeichnete sie als „eine der besten Taucherinnen der Welt“, die rund 5000 Tauchgänge absolviert habe und „stets gewissenhaft“ sowie „nie leichtsinnig“ gewesen sei.