Freitag, 08. Dezember 2017

Mammutprozess zum Loveparade-Unglück beginnt

Mehr als sieben Jahre nach dem Loveparade-Unglück in Duisburg mit 21 Toten beginnt am Freitag (9.30 Uhr) in Düsseldorf im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen ein Strafprozess gegen zehn Beteiligte. Sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg und vier des Veranstalters Lopavent müssen sich wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung verantworten.

In einem riesigen Saal wird in Düsseldorf verhandelt. - Foto: APA (dpa)
In einem riesigen Saal wird in Düsseldorf verhandelt. - Foto: APA (dpa)

Bei dem Unglück am 24. Juli 2010 waren in einem Gedränge am einzigen Zu- und Abgang der Technoparade 21 Menschen im Alter von 17 bis 38 Jahren erdrückt worden. Mindestens 652 wurden verletzt.

Beobachter erwarten einen der umfangreichsten Prozesse der Nachkriegszeit. Die Anklageschrift umfasst 556 Seiten.

Das Verfahren steht unter Zeitdruck: Gibt es bis Ende Juli 2020 kein erstes Urteil, verjähren die Vorwürfe. Aus Platzgründen hat das Landgericht Duisburg die Hauptverhandlung in eine Kongresshalle nach Düsseldorf verlegt. Rund 500 Menschen finden darin Platz.

apa/dpa

stol