Mittwoch, 26. August 2015

Mann flüchtet vor Polizeikontrolle und springt in die Etsch

Kurioser Vorfall in Salurn am frühen Mittwochnachmittag: Zwei Personen hatten beobachtet, wie ein Mann in die Etsch sprang. Nur kurz darauf wurde er gefunden: Er hatte sich auf der Flucht vor den Carabinieri in einer Salurner Firma verbarrikadiert.

Foto: DLife/da
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Foto: DLife/da

Um 13.20 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr von Salurn ein: Ein Mann war in die Etsch gesprungen. Gemeinsam mit der Tauchergruppe von Kaltern und jener der Berufsfeuerwehr Bozen machten sich die Einsatzkräfte auf den Weg zur Etsch kurz unterhalb von Salurn, um ihn im Wasser zu suchen.

Dort verlor sich allerdings jede Spur: Mehrere Stunden lang suchten die Rettungsmannschaften flussauf- und -abwärts bis nach San Michele all’Adige, wo die Kollegen von Trient übernahmen - ohne Erfolg.

Mann stieg aus dem Wasser und verbarrikadierte sich in Firma

Der Grund, warum die Suchmannschaften nicht fündig wurden: Der Mann, ein 41-jähriger Schweizer, war nur wenig später selbstständig aus dem Fluss gestiegen und in die Firma "Alpentrans" bei Salurn geflohen - die Männer der Carabinieri Neumarkt und Salurn dicht auf seinen Fersen.

Er lief in die Eingangshalle der Firma, fand dort eine Tür - samt Schlüssel -, die in einen Raum mit Wasserzählern führte, und sperrte sich ein. Dies soll gegen 16 Uhr passiert sein.

Die Carabinieri und Mitarbeiter des Weißen Kreuzes versuchten eine halbe Stunden lang, den Mann zum Öffnen der Tür zu bewegen, er ließ sich jedoch nicht umstimmen.

Daraufhin brachen die Carabinieri die Tür ein und nahmen den Mann in Gewahrsam: Er wurde vom Weißen Kreuz ins Krankenhaus von Bozen gebracht, wo ein psychologisches Gutachten erstellt werden soll.

Vor Kontrolle der Carabinieri geflohen

Der Mann war zu Besuch bei Verwandten, die in Aichholz - gegenüber von Salurn - wohnen.

Der Grund, warum er in die Etsch gesprungen war, war eine Kontrolle der Carabinieri: Der Schweizer war in einer Bar in Salurn unangenehm aufgefallen, woraufhin der Besitzer die Beamten verständigte. Als diese vorstellig wurden, flüchtete der 41-Jährige und sprang ins Wasser.

stol/liz

stol