„Das Landesgesetz ist sehr streng und sieht hohe Strafen bei Beschädigung des Baumbestands vor“, sagt Vizebürgermeisterin Katharina Zeller. Und richtet gleichzeitig einen Appell an die vielen Baumbesitzer in Meran. „Immer Fachleute beauftragen, denn ein unsachgemäßer Baumschnitt kann teuer werden.“<BR /><BR />Corpus Delicti sind demnach 3 mächtige Himalaya-Zedern mit einem Stammdurchmesser von mehr als einem Meter, und 2 weitere Himalaya-Zedern mit einem Durchmesser von 50 Zentimeter bis zu einem Meter sowie eine kleinere Ulme. Für die 3 großen Zedern sind je 17.500 Euro an Strafe zu zahlen, für die 2 kleineren Himalaya-Zedern je 8750 Euro und für die Ulme 2800 Euro. Erschwerend hinzu komme, dass sich die Bäume laut Landschaftsplan in einem Schutzgebiet befinden. <h3> Bäume können sich nicht erholen</h3>In diesem Fall könne von einer Baumkappung sprich Baumverstümmelung gesprochen werden, sagen Fachleute der Stadtgärtnerei Meran. Davon könne sich ein Nadelbaum wie die Zeder nicht mehr erholen. Diese Baumkappung, bei der ein großer Teil des Baumhabitus entfernt worden sei, schädige auch das Wurzelwerk des Baumes. Der Baum verliere Lebenskraft und Stabilität.<BR /><BR />„Der Baum ist nicht imstande, diese Schnittflächen zu schließen. Damit können Feuchtigkeit, Bakterien und Pilze eindringen und die innere Zersetzung des Baumes einleiten“, sagt ein Baumexperte der Stadtgärtnerei. Bei einer fachgerechten Kronenpflege dürften nur Äste mit einem Durchschnitt von bis zu 4, 5 Zentimetern geschnitten werden. <BR /><BR />„Grundsätzlich gilt zu sagen: Je größer, mächtiger und gesünder der Baum, umso höher die Strafe. Ist ein Baum, bevor ein Baumschnitt erfolgt, bereits in einem schlechten Zustand, dann verringert sich die zu zahlende Strafe“, sagt die Vizebürgermeisterin und zuständige Umweltstadträtin. <h3> „Bäume von Fachleuten zurückschneiden lassen“</h3>Meran zählt rund 40.000 Bäume, die in Privatbesitz sind und 8000 Bäume, die der öffentlichen Verwaltung gehören – 253 davon sind Zedern im öffentlichen Besitz. „Gerade weil wir in der Gartenstadt Meran so viele Bäume haben, rufe ich alle Baumbesitzer auf, Bäume von Fachleuten pflegen und zurückschneiden zu lassen“, so Katharina Zeller.