Dienstag, 09. April 2019

Mann in Thailand nach Mord an deutscher Touristin festgenommen

Nach dem Mord an einer deutschen Touristin in Thailand ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, handelt es sich um einen 23-jährigen Müllmann. Ihm werden Mord, Vergewaltigung und das Verstecken der Leiche zur Last gelegt.

 Der Mord an einer deutschen Touristin in Thailand hat die Medien in Deutschland seit Tagen beschäftigt.
Der Mord an einer deutschen Touristin in Thailand hat die Medien in Deutschland seit Tagen beschäftigt. - Foto: © shutterstock

Die Leiche der 27-jährigen Deutschen war am Sonntag auf der Insel Koh Sichang im Golf von Thailand gefunden worden. Sie war blutverschmiert und unter Blättern und Steinen versteckt. Nach Polizeiangaben wies die Leiche Verletzungen im Gesicht und am Schädel auf.

Die Deutsche sei vergewaltigt worden, teilte die Polizei weiter mit. „Der Verdächtige fürchtete, dass sie die Polizei informieren würde, deshalb schlug er ihr mit einem Stein auf den Kopf“, sagte ein Polizeisprecher.

Der Mann sei wenige Stunden nach der Tat in seiner Wohnung festgenommen worden, er habe blutverschmierte Kleidung getragen. „Er hat alle Vorwürfe gestanden und zugegeben, dass er vor der Tat Drogen genommen hatte“, sagte Polizeiinspektor Atthakoon Salakoon.

Sicher, doch immer wieder brutale Zwischenfälle

In Thailand werden in diesem Jahr rund 40 Millionen Touristen erwartet. Das südostasiatische Land gilt für Reisende generell als sicher, allerdings fügten mehrere Vorfälle in den vergangenen Jahren dem Ruf als Urlaubsparadies Schaden zu. 2014 waren die Leichen zweier britischer Rucksacktouristen an einem Strand auf Koh Tao gefunden worden. Zwei Arbeitsmigranten aus Myanmar wurden dafür in einem umstrittenen Prozess zum Tode verurteilt.

Das Auswärtige Amt verweist auf seiner Internetseite auf zunehmende Kriminalität in Thailand in verschiedenen Touristenhochburgen, darunter auch Vergewaltigungen. Auf sogenannten Mondscheinpartys sei es bereits mehrfach zu tödlichen Zwischenfällen gekommen. Wiederholt seien Frauen und Mädchen von unter Drogen oder Alkohol stehenden Teilnehmern vergewaltigt worden.
apa/afp

stol