Donnerstag, 17. Oktober 2019

Mann mit vermeintlicher Pistole entpuppt sich als Fledermausforscher

Ein Mann ist im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz aufgrund seiner Passion für Fledermäuse fälschlicherweise ins Visier der Polizei geraten. Am Mittwochabend hatte sich eine Frau gemeldet, die den Mann beim Hantieren mit einer vermeintlichen Pistole gesehen haben wollte.

Der Mann entpuppte sich als Fledermausforscher und die vermeintliche „Pistole“ als Gerät zum Auszeichnen der Ultraschallwellen.
Der Mann entpuppte sich als Fledermausforscher und die vermeintliche „Pistole“ als Gerät zum Auszeichnen der Ultraschallwellen. - Foto: © "D"

Das von der Frau notierte Autokennzeichen führte die Ordnungshüter zu einem 62 Jahre alten Mann. Verdutzt, aber bereitwillig habe der Mann nach Polizei-Angaben vom Donnerstag die angebliche Waffe ausgehändigt.

Wie sich herausstellte, war der Mann Biologe und die vermeintliche Pistole ein „Batlogger“ – ein Gerät, mit dessen Hilfe Ultraschallwellen von Fledermäusen aufgezeichnet und analysiert werden können.

Der Mann gab an, mit dem Gerät im Auftrag einer Behörde vor dem Bau einer neuen Straße die Aktivitäten von Fledermäusen untersucht zu haben.

Das Gerät habe er während der Fahrt aus dem Fenster seines Autos gehalten, um die Laute der Fledermäuse aufzunehmen. Nachdem der Wissenschaftler weitere Unterlagen zu seinen Angaben vorlegte, verständigten die Beamten die Kollegen und gaben Entwarnung.

dpa