Montag, 02. März 2020

Mann nimmt 30 Geiseln in Einkaufszentrum auf den Philippinen

Ein ehemaliger Sicherheitsmann soll aus Zorn über seine Kündigung in einem Einkaufszentrum im Raum Manila um sich geschossen und etwa 30 Menschen als Geiseln genommen haben. Hunderte Besucher und Angestellte wurden in Sicherheit gebracht.

Ein Mann hat in einem Einkaufszentrum in Manila 30 Personen als Geiseln genommen.
Ein Mann hat in einem Einkaufszentrum in Manila 30 Personen als Geiseln genommen. - Foto: © APA/afp / TED ALJIBE
Zuvor waren aus der zweiten Etage Schüsse zu hören, wie ein Polizeisprecher am Montag auf den Philippinen sagte. Ein Sicherheitsmann wurde verletzt und kam ins Krankenhaus. Der Mann soll bewaffnet sein und Handgranaten dabei haben.

Nach Angaben des Bürgermeisters der Stadt San Juan, Francisco Javier Zamora, soll der Mann über die Kündigung seines früheren Arbeitgebers verärgert gewesen sein.

Die Geiseln seien in Sicherheit, es werde mit dem Geiselnehmer verhandelt, sagte Zamora vor Reportern.

Die Polizei riegelte das Einkaufszentrum ab und rief die Menschen auf, sich aus der Gegend fernzuhalten. Bei den Geiseln, die in einem Büro festgehalten wurden, soll es sich um Angestellte handeln. Auf Bildern war zu sehen, wie Militärpolizisten anrückten.

Nach Angaben der Behörden forderte der Geiselnehmer von seinem früheren Chef eine Entschuldigung für die „ungleiche Behandlung“. Er war entlassen worden, nachdem er unentschuldigt gefehlt hatte. Der Mann verlangte in den über einen Videoanruf geführten Verhandlungen auch, mit den Medien und seinen Kollegen zu sprechen.

2017 hatte ein Schütze ein Kasino-Einkaufskomplex auf den Philippinen überfallen und in Brand gesetzt. 36 Menschen starben. Die Terrorgruppe Islamischer Staat beanspruchte danach die Tat für sich, die Behörden sagten aber, es habe sich um einen hoch verschuldeten Spieler gehandelt.

apa/afp/dpa

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