Donnerstag, 05. November 2015

Mann soll hochschwangere Ex-Freundin erwürgt haben

Ein 26-jähriger Mann soll in Vorarlberg seine hochschwangere Ex-Freundin ermordet und angezündet haben. Ihm wird vorgeworfen, die 28-Jährige in ihrer Wohnung in Frastanz im Schlaf überrascht zu haben.

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Er erwürgte die Frau und tötete damit auch das ungeborene Kind, dessen Vater er sein dürfte, informierte das Landeskriminalamt. Der Mann sei in Haft, verweigere aber jede Aussage.

Nach den Erkenntnissen der Ermittler war der Mann in den frühen Morgenstunden des Mittwoch zur Wohnung der allein lebenden Frau gefahren. Dort brach er die Haustüre auf und erwürgte die Frau, die im achten Monat schwanger war, mit bloßen Händen im Schlaf.

Im Anschluss legte er mithilfe eines Brandmittels Feuer. Ob er das tat, um die Tat zu vertuschen, sei „Spekulation“, sagte Landeskriminalamtsleiter Hardy Tschofen bei einem Pressegespräch am Donnerstagnachmittag in Bregenz.

Motiv unklar

Über das Motiv könne man bisher ebenfalls nur spekulieren, betonte Ermittlungsleiter Norbert Schwendinger. Man gehe von einer Beziehungstat aus. Im Vorfeld waren keine Drohungen bekannt, es habe aber Streit über die Zahlung von Alimenten für das Kind gegeben.

Die Beziehung der 28-Jährigen mit dem Mann begann Anfang des Jahres, sei aber schon länger beendet gewesen, berichtete Schwendinger. „Es ist nicht unsere Aufgabe, Delikte zu bewerten, aber es handelt sich mit Sicherheit um eines der unfassbarsten Delikte, die sich in den vergangenen Jahren in Vorarlberg ereignet haben“, meinte Tschofen.

Bei dem dringend Tatverdächtigen handle es sich um einen arbeitslosen Staatsbürger der Dominikanischen Republik, der seit neun Jahren in Liechtenstein lebe. Bisher sei er kriminalpolizeilich nicht aufgefallen. Er wurde am Mittwoch gegen 15.50 Uhr in Liechtenstein festgenommen.

Gegen den Mann werde wegen Mordes ermittelt, sagte Tschofen. In seiner ersten Einvernahme nahm der Verdächtige sein Recht in Anspruch, die Aussage zu verweigern. Wie lange seine Auslieferung dauern werde – einer verkürzten Auslieferung stimmte der Tatverdächtige bisher nicht zu – könne man derzeit nicht abschätzen.

apa

stol