Denn am schönsten Vormittag war auch eine Frau mit ihren Kindern auf dem Gehsteig unterwegs. „Der Obdachlose liegt neben der Straße, verrichtet seine Notdurft dort – sehr zum Ärgernis der Anrainer“, sagte ein Anwohner. <BR /><BR />Aber nicht nur die Stadtpolizei, sondern auch die Carabinieri und das Weiße Kreuz waren im Laufe des Montags mit dem Fall betraut.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="919627_image" /></div> <BR /><BR />„Wir wissen um diesen Fall“, sagt der <b>Kommandant der Stadtpolizei Meran, Alessandro de Paoli</b> (Bild). <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="919630_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /><BR />Der Obdachlose befinde sich seit mindestens Jänner dieses Jahres in Meran. „Da der Mann nicht redet, haben wir ihn im Jänner mit einem Streifenwagen ins Polizeikommissariat zur Identifizierung gebracht“, sagt De Paoli. Aber man wisse immer noch nicht, wer der Mann sei und woher er stamme.<BR /><BR />Anfang Juni sind dann Beschwerden der Anrainer bei der Stadtpolizei eingegangen, weil der Obdachlose seine Notdurft in aller Öffentlichkeit in den Gärten verrichtete. „Eines muss man festhalten. Von diesem Mann geht keine Gefahr aus, aber natürlich ist auch für die Anrainer die Situation schwierig. Und dass man mit dem Mann nicht kommunizieren kann, erschwert das Ganze zusätzlich“, sagt Alessandro De Paoli.<h3> „Traurige und delikate Geschichte“</h3>Die Stadtpolizei ist nicht untätig geblieben und hat die Sozialdienste eingeschaltet. Diese haben sich sehr bemüht. Aber einem Menschen, der sich nicht mitteilt, zu helfen, erweise sich als äußerst schwierig. „Aus menschlicher Sicht ist es eine delikate und sehr traurige Geschichte“, meint Kommandant De Paoli. Man habe auch versucht, die psychiatrischen Dienste mit dem Fall zu betrauen, aber in diesem Punkt habe sich (noch) nichts getan.<BR /><BR />Nach dem Einsatz der Stadtpolizei am Montagvormittag hatte sich der Mann am Abend Richtung Praderplatz auf den Gehsteig der Meinhardstraße verzogen. Trotz Hitze bedeckte sich der Mann in diesem Fall mit seinen Jacken und Lumpen. Und diesmal wurden die Carabinieri dorthin gerufen. Wie immer gestaltete sich die Kontaktaufnahme und das Einreden auf den Mann als erfolglos. Die Carabinieri verständigten einen Rettungswagen des Weißen Kreuzes. Die Sanitäter waren in kürzester Zeit zur Stelle und versuchten, sich ein Bild vom Gesundheitszustand des Mannes zu machen.