Die 49-Jährige lag im Bett, als sie mehrfach mit einem Stein am Kopf und im Gesicht getroffen wurde. Anschließend öffnete der Mann das Hoftor und floh. Die Carabinieri fahnden seit Stunden nach ihm und nach den minderjährigen Kindern des Paares.<BR /><BR />Der leblose Körper der Frau wurde von Familienangehörigen entdeckt. Im selben Haus wohnt auch die Mutter von Salvatore Ocone im ersten Stock - sie war diejenige, die das Opfer auffand. Sie alarmierte die Rettungskräfte, Carabinieri waren innerhalb weniger Minuten vor Ort, doch für Elisabetta kam jede Hilfe zu spät. Sie lag in einem Blutbad auf dem Bett. Laut ersten Angaben des Gerichtsmediziners ereignete sich die Tat gegen 8 Uhr morgens.<BR /><BR />Das Ehepaar war seit fast 25 Jahren verheiratet und hatte drei Kinder: zwei Söhne und eine Tochter. Einer der Söhne ist volljährig und arbeitet in einem Betrieb in der Emilia Romagna - er wurde noch am Vormittag über die Tragödie informiert. Von den beiden minderjährigen Kindern (15 und 16 Jahre alt) fehlt bisher jede Spur. Es besteht der Verdacht, dass sie mit dem flüchtigen Vater zusammen sein könnten. Die beiden verschwundenen Kinder besuchen die Mittelschule in Paupisi.<BR /><BR />„Neben dem Ehemann der Getöteten gelten auch die Kinder als vermisst - das ist unsere größte Sorge. Die Nachricht hat unsere Gemeinschaft zutiefst erschüttert. Es handelt sich um eine Familie, die nach außen hin unauffällig war, der Mann war ein fleißiger Arbeiter. Die Familie wurde nie von den Sozialdiensten betreut, aber vielleicht haben wir einige Warnsignale übersehen, die sich in den letzten Tagen gezeigt haben. Noch vor kurzem habe ich das Paar auf einem Fest getroffen, ohne jegliche Anzeichen von Streit“, berichtete der Bürgermeister von Paupisi, Salvatore Colletta.<BR /><BR />Die Suchaktion konzentriert sich aktuell auf Grundstücke, die im Besitz des Mannes stehen. Der Fall stellt wieder das Thema Frauenmorde ins Rampenlicht. Nach Angaben des Beobachtungszentrums gegen Frauenmorde wurden in diesem Jahr 75 Femizide gemeldet. Hinzu gab es 57 versuchte Frauenmorde.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1219176_image" /></div> <BR /><BR />Elisabetta und Salvatore galten als unauffälliges Paar. So hatten sie kürzlich ihren 25. Hochzeitstag gefeiert. Nachbarn, Verwandte und selbst die Ermittler bestätigen: Es gab keine bekannten Vorfälle häuslicher Gewalt, keine Anzeigen, keine Warnzeichen. Den ganzen Tag über verfolgte das Dorf Paupisi gebannt die Nachrichten über die Fahndung - besonders in Sorge um das Schicksal der Kinder. Der älteste Sohn der Familie, der bereits ausgezogen ist und in Rimini arbeitet, wurde am Abend informiert. „Unsere Gemeinde ist erschüttert. Paupisi ist ein ruhiges Dorf, so etwas ist hier noch nie passiert“, sagte Bürgermeister Salvatore Coletta. Er erinnerte sich, wie er das Paar erst kürzlich bei einer Feier im Dorf fröhlich und unauffällig erlebt hatte. Die Leiche von Elisabetta Polcino wurde zur Obduktion ins Krankenhaus von Benevento gebracht.<BR /><BR />Der Fall stellt wieder das Thema Frauenmorde ins Rampenlicht. Nach Angaben des Beobachtungszentrums gegen Frauenmorde wurden in diesem Jahr 75 Femizide gemeldet. Hinzu gab es 57 versuchte Frauenmorde.