„Du warst eine unendlich geliebte Tochter, so sehr, so unglaublich sehr ersehnt. Ich werde nie vergessen, wie ich dich zum ersten Mal in den Armen hielt: Du warst so klein und hattest doch diese großen Augen, wie zwei Lampen, die vom ersten Moment an meine ganze Welt erhellen konnten. Dieselben Augen habe ich heute wieder gesucht – in dieser so ungerechten Stille.“<BR /><BR />Es sind Worte aus einem zutiefst schmerzlichen Brief, den die Mutter nach dem Abschied von ihrer Tochter geschrieben hat.<h3> „Mein Herz ist zerbrochen“</h3>„Ich schreibe dir diese Worte mit gebrochenem Herzen. Mit dem Herzen einer Mutter, das für immer zerbrochen ist, als mir der Boden unter den Füßen weggezogen wurde“, schreibt sie.<BR /><BR />Es gebe keine Worte, die den Schmerz einer Mutter beschreiben könnten, die ihr eigenes Kind verliert – „vor allem jetzt, in dem schönsten, hellsten und intensivsten Moment deines Lebens“.<BR /><BR />Sie sei gerade aus dem Raum gekommen, in dem sie ihre Tochter zum letzten Mal gesehen habe. „Ich habe den schlimmsten Moment meines Lebens hinter mir: dich ein letztes Mal anzusehen und dich identifizieren zu müssen. Du warst schön. Kalt, aber immer noch unendlich schön, genau so, wie ich dich immer gesehen habe.“<BR /><BR />Auch die letzten gemeinsamen Tage gehen der Mutter durch den Kopf. Obwohl sie nur aus der Ferne miteinander verbunden gewesen seien, seien die Erinnerungen daran besonders präsent.<BR /><BR />„Ich sehe noch immer deine Nachrichten vor mir, die Fotos, die du mir geschickt hast, den Klang deiner Stimme und dein strahlendes Lächeln bei unseren Videoanrufen“, schreibt sie. Maria habe ihr erzählt, dass sie endlich glücklich sei, sich erfüllt fühle und „buchstäblich neu geboren“ sei. „Du hast vor Freude nur so gesprüht, du warst ein Vulkan voller Leben.“<h3> „Ich bitte dich um Verzeihung“</h3>Die Mutter schreibt auch über eine Vorahnung, die sie gehabt habe. „Mütter spüren solche Dinge“, schreibt sie. Sie würden Gefahr manchmal auch dann wahrnehmen, wenn sie „hinter dem Licht verborgen“ sei. Heute quäle sie deshalb ein „unermessliches Bedauern“.<BR /><BR />„Es tut mir so leid, meine Tochter, dass ich dir nicht offen meine ganze Freude gezeigt habe. Ich bitte dich mit Tränen in den Augen um Verzeihung. Erst jetzt verstehe ich, wie sehr mich diese tiefe Angst gelähmt hat.“<BR /><BR />Eine Mutter sollte eigentlich nur glücklich sein, tanzen und feiern, wenn sie ihre Tochter so voller Lebensfreude erlebe, schreibt sie.<BR /><BR />„Bitte, meine Liebe, nimm die Entschuldigung einer Mutter an, die es nicht geschafft hat, dich vor den Gefahren und Ungerechtigkeiten dieser Welt und vor all der Bosheit zu beschützen, der du auf deinem Weg begegnet bist.“<BR /><BR />Zum Schluss richtet die Mutter noch einmal persönliche Worte an ihre Tochter: „Ich trage dich in mir, bei jedem Herzschlag, mit deiner Schönheit, die für immer in meinem Gedächtnis eingebrannt ist.“<BR /><BR />Wie berichtet kam es am Sonntagmorgen bei einer Raveparty in Aarau zu einer tödlichen Schießerei. Am heutigen Mittwoch erklärte die Polizei, dass es sich um einen Amoklauf handelte. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/angriff-bei-festival-in-der-schweiz-war-amoklauf" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Hier mehr dazu)</a>