Mittwoch, 06. Mai 2015

Maria von Mörl soll selig gesprochen werden

Postulator Andrea Ambrosi hat mit einem Bittgesuch im Amtsblatt der Diözese um die Einleitung des bischöflichen Erhebungsverfahrens zur Seligsprechung der „stigmatisierten Jungfrau von Kaltern“, Maria von Mörl, ersucht.

Foto: Diözese Bozen-Brixen
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Foto: Diözese Bozen-Brixen

Die Diözese bittet die Gläubigen, Briefe, Berichte oder andere Mitteilungen, innerhalb 31. Juli an das Bischöfliche Offizialat am Domplatz in Bozen zu senden.

Maria von Mörl wurde am 16. Oktober 1812 in Kaltern geboren, sie hatte acht Geschwister.

Ihr Vater gehörte einer Adelsfamilie an, während ihre Mutter bürgerlich war.

Aus den biografischen Schriften über Maria wird ersichtlich, dass sie bereits ab dem fünften Lebensjahr kränklich war. Nach den Pflichtschuljahren, wurde Maria von Mörl nach Cles am Nonsberg gesandt, um die italienische Sprache zu erlernen.

Nach dieser Studienzeit starb ihre Mutter bei der Geburt des neunten Kindes. Maria hatte in der Folgezeit große Verantwortung zu übernehmen, da sie ihren jüngeren Geschwistern die Mutter ersetzen musste.

Zum Jahresende 1830 erkrankte Maria schwer; Krankheit und Leid sollten sie bis zu ihrem Lebensende begleiten. Mit 18 wurde sie in den Franziskanischen Laiengemeinschaft eingegliedert.

Im Jahr 1831 wurde ihr die heilige Kommunion gereicht. Anschließend fiel Maria in Ekstase – dieses Phänomen hat sich bei ihr bis zu ihren letzten Lebenstagen wiederholt, was zur Folge hatte, dass viele Menschen kamen, um die im Ruf der Heiligkeit stehende Jungfrau von Kaltern zu sehen.

Ab Ende Juli und bis Mitte September des Jahrs 1833 sollen 40.000 bis 50.000 Pilger gezählt worden sein. Am 4. Februar 1834 erhielt Maria wie ihr Ordensgründer, der heilige Franz von Assisi, die Stigmatisierung.

Im Jahr 1841 verließ Maria ihr Elternhaus, um bis zu ihrem Tod bei den Schwestern des Dritten Franziskanischen Ordens zu leben. Maria von Mörl starb in der Nacht des 11. Januar
1868. Sie wurde in der Kirche der Schwestern des Dritten Ordens in Kaltern aufgebahrt; anschließend wurden ihre sterblichen Überreste im Vorraum des Friedhofs von Kaltern
begraben.

Bis in die heutige Zeit, wird von zahlreichen Heilungen berichtet, die durch die Fürbitte der heiligmäßigen Maria von Mörl erlangt worden seien.

stol